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Bericht über die Suche nach der Mondhöhle  (AZP)

       
     
       
     

Bericht über die Suche nach der Mondhöhle  (AZP)

       
     
       
     

Bericht über die Suche nach der Mondhöhle  (AZP)

Die Suche nach der Mondhöhle basiert auf einen Bericht aus dem Buch von Alec Maclellan

 

 

„Das Geheimnis der hohlen Erde“. Es wird dort von einem Partisanen, den Dr. Anton T. Horak berichtet der angeblich im 2. Weltkrieg einen Schacht in einer Höhle fand der absolut ungewöhnlich war. Diese beschriebene Höhle wollten wir wiederfinden. Wir schrieben die wichtigsten Daten aus dem Alec Maclellan Buch ab und es begann eine Internet –Recherche über Antonin T. Horak. Als erstes fanden wir einen Bericht von Ted Phillips, einem Amerikaner, der auch die Höhle suchte und über Horak schrieb. In diesem Bericht ging es um den Lebenslauf, die Eltern und die Lebensstationen von Antonin T. Horak. Das Kernthema dieses Berichtes waren die Tagebuchaufzeichnungen im Bezug auf die Umstände, die Randbedingungen und die Merkwürdigkeiten der gefundenen Höhle. Des Weiteren beschrieb Philipps, dass Horak seinen Bericht über die Höhle in dem amerikanischen Journal der Internationalen Speläologischen Gesellschaft von 1964 veröffentlicht hat.

Eine Abschrift des Berichtes von Horak fanden wir durch eine erweiterte Internetrecherche, in der er die Lage der Höhle mit Längen- und Breitengraden angab und auch die Städte in der näheren Umgebung benannte. Des Weiteren beschrieb er die Kampfhandlungen mit den Deutschen und die wundersame Errettung durch einen Schäfer namens Slavek. Dieser Slavek führte sie in die Höhle und machte beim Betreten derselben Zeichen der Verehrung, der Dankbarkeit und der Hochachtung vor der Höhle.

Horak befragte ihn daraufhin und er antwortete, dass die Höhle heilig wäre. Nachdem Slavek die Männer in der Höhle zurückgelassen hatte erkundete Horak die Höhle und fand nach wenig Mühe den vermutlich künstlich hergestellten Schacht der mond- bzw. sichelförmig gebaut war. An dessen Rückseite sich eine Wand aus einem Material befand, das außerordentlich war – kein Metall, kein Fels, keine Legierung. Es sah aus wie Kunststoff nur viel härter. Er vermutete, dass es extraterrestrisch ist und vor langer Zeit angefertigt wurde. Nach mehreren Tagen in der Höhle verstarb ein Kamerad namens Martin an seinen Verwundungen und der andere genas soweit, dass sie wieder zu nächsten Kämpfen gehen konnten und so verließen sie die Höhle. Horak ging im Krieg noch einmal zurück und inspizierte erneut die Höhle. Er verbarg den Eingang der Höhle so gut es unter den gegebenen Umständen ging. Wir entschlossen uns nun die Höhle vor Ort unter den genannten Daten zu suchen. Wir führten insgesamt 3 Expeditionen durch die nachfolgend beschrieben werden.

 

Die erste Expedition

Die 1. Expedition war für den Sommer des Jahres 2005 geplant. Wir fuhren in Richtung der von Horak genannten Zielkoordinaten. Das Zielgebiet war in der Nähe einer größeren Stadt und einem kleinen Dorf. Am Abend des zweiten Reisetages kamen wir an und suchten uns in einem kleinen Örtchen Quartier (bei dem Bürgermeister des Örtchens).

Am nächsten Tag fuhren wir in ein kleines Städtchen und kauften uns einen Reiseführer und eine Landkarte mit GPS-Angaben des Gebietes. Danach fuhren wir los und begannen die Suche an den angegebenen Orten. Diese Flecken liegen in einer weitläufigen Ebene, umgeben von Wiesen und Feldern. Die erste Station war das kleine Dorf, welch eine Enttäuschung. Es war mehr eine Ansammlung von Gebäuden mit einer einzigen Strasse an der die Häuser des Ortes standen, rings um flaches Land nur Acker und Felder. Wir sagten uns, dass es hier nicht sein kann und fuhren weiter in Richtung der angegebenen Stadt, sie erwies sich auch als ein Reinfall. Es war zwar eine schöne alte Stadt mit einem sehenswerten Marktplatz mit alten Bäumen und einer alten Kirche inmitten, aber von einer Höhle weit und breit keine Spur.

Wir lasen dann im Reiseführer von Felsen, die mitten in der Landschaft aufragen. Wir fuhren mit dem Auto bis zu der beschriebenen Stelle, parkten im Dorf und liefen dann vom Dorfrand bis zu den Felsen. Wir verbrachten den Nachmittag dazu, die Felsen zu untersuchen, ob eventuell ein Eingang der Höhle zu finden ist, aber es war ohne Erfolg. Die Felsen waren kahl und standen inmitten von Feldern. Dann fuhren wir weiter und kamen in ein Gebiet, in dem Wald anfing und es auch die theoretische Möglichkeit gab, dass es versteckte Höhlen gäbe. Wir beschlossen, am nächsten Tag die Untersuchung in diesem Gebiet weiter zu führen.

Am nächsten Morgen brachen wir dann zum Fluss auf und suchten erst auf der einen Seite das Gebiet ab. Dies erwies sich als eine Sackgasse, wir fanden in dem untersuchten Gebiet nichts, was auf eine Höhle hinwies. Gegen Mittag überquerten wir dann den Fluss und suchten nun auf der anderen Seite die Berge ab. Aber es gab nur natürlich gewachsenen Waldboden ohne Felsen oder Höhlen. Wir waren dann in der Nähe einer kleinen Kapelle und suchten die Hänge ab, aber alles ohne Erfolg. Enttäuscht gingen wir am Abend wieder zurück und erreichten bei Anbruch der Dunkelheit das Auto. Wir beratschlagten nun, wie wir die weitere Suche gestalten sollten, da in dem angegebenen Gebiet keine Felsen oder Gebirgsformation waren die Höhlen bergen könnten. Während der Wanderung gingen wir den Bericht von Horak Punkt für Punkt noch mal durch, um irgendeinen Anhaltspunkt zu finden. Uns kam eine Idee, um zu prüfen, ob überhaupt in der Gegend jemals Partisanenkämpfe stattfanden in der es Tote gab. Wir beschlossen in den umliegenden Dörfern die Friedhöfe abzusuchen, um eventuell das Grab von Martin zu finden, da wir uns sagten, wenn Martin ein Partisan war und aus diesem Gebiet stammte und während der Kampfhandlungen sein Leben verlor, wieso soll er kein Grab erhalten haben und auf dem Friedhof seines Dorfes beigesetzt worden sein. Am nächsten Morgen fuhren wir wieder los und suchten die Friedhöfe der umliegenden Dörfer ab. Es waren viele Gräber, aber nirgends ein Grab mit einem Mann mittleren Alters der 1944 im Oktober gestorben war. Am Nachmittag trafen wir in einem Dorf ein und befragten eine Bäuerin, ob hier während des Krieges Kämpfe stattfanden. Die Bäuerin verstand irgendwann was wir wollten und sagte, dass es in dieser Region absolut ruhig war, keine Kämpfe, keine Überfälle nichts. Das erschien uns recht merkwürdig, da ja Horak in seinem Bericht ausführlich die Kampfhandlungen in diesem Gebiet beschrieb. Allerdings sagten wir uns, dass wahrscheinlich nicht alle Partisanenkämpfe von der umliegenden Bevölkerung der Dörfer wahrgenommen wurden. Am nächsten Morgen fuhren wir zum letzten Dorf, was noch übrig war und suchten den Friedhof ab und dann endlich fanden wir ein Grab mit den etwaigen Daten, die wir suchten:

Michail Canda, Geboren: am 11.04.1911, Gestorben: am 27.09.1944 im Alter von 33 Jahren.

Dieser Mann könnte durchaus jener Martin sein, den Horak in seinem Bericht nannte. Das war für uns ein erster Anhaltspunkt, dass diese Gegend wahrscheinlich doch richtig war, denn wie schon vermutet, konnten wir uns nicht erklären, dass dieser Partisan, der aus dieser Gegend stammen sollte, einfach so im Gebirge verscharrt wurde. Das Besondere dieses Ortes in dem wir das Grab gefunden hatten war, dass er der am nächsten bei dem Fluss liegende Ort war. Dies bestärkte unsere Auffassung, dass die Suche nach der Höhle in diesem Gebiet vielleicht doch nicht vergeblich ist. Am Abend schauten wir noch einmal auf die Karte und beratschlagten erneut. Wir gingen nach dem Ausschlussprinzip vor. Wir wussten nun, dass in dem angegebenen Gebiet (Koordinaten von Horak) keine Höhle ist, wir vermuteten aber, dass das Gebiet richtig war (Grab von Michail Canda). Wir schauten erneut auf die Karte unseres Suchgebietes. Plötzlich sah ich, dass ein Höhlensymbol nicht weit von unserem Suchgebiet auf der Landkarte eingezeichnet war. Da wir überhaupt keine Erfahrungen hatten wie man im Wald eine Höhle findet, wie der Waldboden beschaffen sein muss, ob Felsen in der Nähe sein müssen und so weiter, entschieden wir deshalb, dass wir die eingezeichnete Höhle Seite finden sollten, um überhaupt erst mal unsere Sinne zu schärfen und eventuell danach erneut in dem angegebenen Gebiet die Höhle zu suchen.

Am nächsten Morgen begannen wir den Aufstieg zur Höhle zu planen. Da wir uns GPS- Karten gekauft hatten, nahmen wir die Koordinaten von der Höhle und gaben sie in unser GPS-Modul ein. Packten Proviant in unsere Rucksäcke und fuhren dann zu dem Ort und begannen den Aufstieg. Die Höhle befand sich laut Karte in mitten der Wildnis kein Weg und kein Steg führte bis zu ihr. Endlich waren wir auf dem Kamm des Berges und noch ca. 200 Meter von der angegebenen Position entfernt. Auf dem Bergkamm wechselte der Bewuchs des Waldes. Während des Anstieges entlang des Bachbettes war vorwiegend Misch- und Tannenwald, auf dem Kamm jedoch wuchsen nur noch Buchen. Im Wald gab es jetzt auch Felsen und kleine Schluchten. Wir wanderten weiter und die Entfernung zum Ziel schmolz auf 20 Meter. Nach der Überquerung des Kammes stießen wir auf einen Waldweg und machten eine Pause, da wir nun laut unserem GPS das Ziel erreicht hatten.

Wir beratschlagten uns, irgendwo hier muss die Höhle sein. Aber weit und breit kein Anhaltspunkt. Ich nahm mir erneut unsere Karte heran und berechnete die Position der Höhle nach. Es ergab sich eine geringfügige aber entscheidende Änderung. Ich gab die neuen Daten in das GPS ein und ließ die Strecke neu berechnen und machte mich diesmal alleine auf die Suche. Ich wanderte zuerst den Weg entlang. Er führte von unserem Rastplatz in östlicher Richtung am Bergkamm entlang. Die Entfernung bis zum eingegebenen Ziel schmolz immer weiter, plötzlich war ich nur noch 40 Meter von der angegebenen Position entfernt. Ich musste aber jetzt den Weg verlassen und den steilen Abhang bis zum Kamm wieder hochklettern, der sich südlich von mir befand. Die Entfernung schmolz bis auf 16 Meter ab, nun war ich fast wieder auf dem Bergkamm. Ich machte Rast. Danach kletterte ich bis zum Bergkamm und was ich dann sah verschlug mir fast den Atem. Inmitten von dieser Wildnis erreichte ich ein Plateau, was umgeben war von uralten Buchen, die in einem Halbkreis angeordnet waren, der Halbkreis war nach Norden offen.

Es war ein doppelter Halbkreis von Buchen, wobei jeder Halbkreis aus 12 Buchen bestand. Die Buchen hatten einen Stammdurchmesser von ca. 1,5 Meter. Natürlich waren dazwischen jüngere Bäume gewachsen. Es sah jedoch so aus, als ob diese Anlage vor langer Zeit angelegt wurde. Es ist sehr unwahrscheinlich, das Bäume vom selben Alter symmetrisch angeordnet wachsen. Es sah fast wie ein Theater oder wie ein verkleinertes Kolosseum aus. Oberhalb standen im Halbkreis die Buchen, wie die Wächter oder Beschützer und unterhalb war die Bühne und am Rande des Plateaus konnten die staunenden Besucher die Vorgänge beobachten. Ich suchte den Bereich des Halbkreises ab, wurde aber nicht fündig. Merkwürdigerweise war in der unberührten Natur auf der südlicheren Seite des Bergkammes jedoch eine größere Lichtung. Dort war auch keine Höhle. Ich ging von dort zurück zu dem Bergkamm zwängt mich durch die Äste einer riesigen Tanne und plötzlich fiel ich fast in ein Loch, eine Minihöhle. Ich suchte weiter und fand in ca. 7-8 Meter Entfernung des ersten Loches noch einen Höhlenspalt. Ich jubilierte schrieb mir die Koordinaten genau auf und lief zurück.

Gemeinsam gingen wir wieder zu dem Plateau. Mein Begleiter hatte denselben Eindruck von dieser Anlage, dass es etwas Besonderes ist und angelegt wurde. Wir schauten uns gemeinsam beide Löcher an und rasteten bis zum Nachmittag dort oben. Dann liefen wir den Weg, den wir gefunden hatten bis ins Tal zurück und fuhren mit einem Taxi bis zu dem Parkplatz auf dem das Auto stand. Am Abend beratschlagten wir erneut. OK, wir haben was gefunden, es sind zwar keine richtigen Höhlen aber wenigstens Löcher, die man eventuell erweitern kann. Das faszinierende an diesem Platz waren eigentlich nicht die Löcher, sondern das es inmitten dieser Wildnis einen Platz in einem Wald gibt, der aussieht wie vor langer Zeit künstlich angelegt.

Am nächsten Morgen stiegen wir erneut zu den gefundenen Löchern auf. Wir nahmen Klappspaten, Metalldetektor und genügend Proviant mit. Als wir nach einem 2-stündigen Aufstieg die Löcher erreichten gab es erst mal eine größere Pause. Dann untersuchten wir die beiden gefundenen Öffnungen, die erste sah aus wie eine Grube im Sandstein. Es ging ca. 1 Meter tief in den Sandstein hinein und dann öffnete sich ein Spalt von ca. 40 x 40 cm. Wir gruben den Zugang auf und ich zwängte mich dann in den Hohlraum. Ich grub den ganzen Tag das Loch tiefer, da alles voller Tierhaare und Laub war. Wir tauften danach das Loch das Schweineloch, weil zweifellos dort ein Wildschwein oder ähnliches sein Quartier gefunden hatte. Nach entfernen allen Drecks, der losen Steine, des Laubes und der Haare untersuchten wir den Hohlraum. Die Höhle ist ca. 80 – 100 cm hoch, ca. 3 Meter lang und ca.2 Meter breit. Am Ende der Höhle ist ein ca. 20 x 20 cm großes Loch, aber man hatte keine Chance das Loch zu vergrößern, um weiter in die Höhle einzudringen. Also unser Schweineloch war eine Sackgasse. Danach untersuchten wir das zweite Loch. Dies war eher ein Spalt als ein Loch. Der Spalt hatte die Form eines Blitzes und war ca. 50x50 cm groß (weiteste Ausdehnung). Der vorgefundene Spalt des Blitzes war ca. 20 cm breit. Wir versuchten das Loch zu erweitern, das wir nun das Blitzloch nannten, aber es war nicht möglich die Steine zu entfernen. Wir wollten wissen, ob die beiden Hohlräume verbunden sind und versuchten ein Feuer im Spalt zu entfachen.

Dies gelang uns nur teilweise, denn nach kurzem Aufflammen ging das Feuer wieder aus. Wir machten eine Pause und ich zündete mir eine Zigarette an. Ich begutachtete erneut das Loch und zu meinem Erstaunen zog der Rauch von der Zigarette in die Höhle. Neugierig geworden untersuchten wir das Phänomen, wir entzündeten eine stark rauchende Fackel und hielten sie in den Spalt der Öffnung und tatsächlich zog aller Rauch in die Höhle. Wir konnten zu dem damaligen Zeitpunkt keine Erklärung dafür finden. Unser Fazit war also, dass das Schweineloch zwar begehbar ist aber nach ca. 3 Metern endete und das Blitzloch ging vermutlich tiefer aber wir hatten keine Chance die Felsen zu entfernen.

Am nächsten Tag untersuchten wir die Umgebung der Höhle. Mittels eines mitgebrachten Metallsuchgerätes erkundeten wir in einem Radius von 15 Metern das Gelände um die Höhlen. Erstaunlicherweise orteten wir nach kurzer Zeit in unmittelbarer Nähe der beiden Löcher einen Zelthering von der deutschen Wehrmacht. Danach fanden wir die Reste von hölzernen Griffen, diese waren mit Metall verstärkt worden und eine kleine eiserne Gürtelschnalle, vermutlich von einem Tragriemen. Diese Gegenstände nahmen wir mit und diskutierten am Abend über diesen seltsamen Fund. Unter Hinzuziehung der Aufzeichnungen von A. Horak kamen wir zu den nachfolgend beschriebenen Schlussfolgerungen. Es befanden sich demnach die Reste der Truppe in diesem Gebiet und sie schleppten die Verwundeten auf Tragen (hölzerne Griffe metallverstärkt), wobei sie vermutlich Ihre Ausrüstung mit Ledertragriemen sicherten (Gürtelschnalle). Vielleicht schlugen sie auch außerhalb der Höhle ein Versorgungs- oder Proviantzelt auf (Zelthering).

Aufbauend auf unseren Schlussfolgerungen bestärkten uns die gefundenen Gegenstände und die ganzen Umstände auf diesem Plateau, dass wir entgegen den angegebenen Koordinaten von Horak doch an der richtigen Stelle die Höhle suchten. Wir vermuteten zu diesem Zeitpunkt jedoch, dass die gefundenen Löcher nur die Gegend markierten und das diese Löcher nur ein Teil der gesuchten Höhle sind und das diese beiden Öffnungen ziemlich nah am Haupteingang der Höhle sein mussten, da durch die beiden gefundenen Löcher momentan kein Zugang möglich war.

Am nächsten Tag untersuchten wir die nahe und die weitere Umgebung der Löcher, um den Haupteingang der Höhle zu finden. Auf der Südseite fanden wir als erstes einen schmalen Pfad (Wildwechsel?), der uns vorher noch nicht aufgefallen war. Nach Durchsuchen des Waldes auf der südlichen Seite fanden wir zwar viele Felsformationen, die aus dem Waldboden aufragten aber keinen Eingang oder Spalt, der als Haupteingang der Höhle diente. Wir dehnten die Suche nach Südwesten und Südosten aus, aber außer Felsformationen, losen Steinen und kleinen Hohlräumen fanden wir nichts. Beim Durchstreifen des Waldes entdeckten wir jedoch weitere Merkwürdigkeiten. Wir fanden als erstes eine üppige Vegetation, Heidelbeersträucher die ca. 1,5-2,5 Meter hoch waren und die Beeren trugen, die die Größe von Kirschen hatten. Dann fanden wir Pilze im Überfluss z.B. Steinpilze, Pfifferlinge aber auch Fliegenpilze, die in riesigen Gruppen wuchsen. Dann entdeckten wir inmitten des Waldes Wacholdersträucher und uralte Kiefern, die in regelmäßigen Abständen auf der Südseite wuchsen, dabei stießen wir auf künstlich aufgeschichtete Steinhaufen von ca. 2 x 2 x 1 Meter.

Die Wacholdersträucher erreichten eine Höhe von bis zu 3 Meter, was darauf schließen ließ, dass sie ein hohes Alter hatten. Vermutlich zwischen 100 und 150 Jahre. Wir fanden auch viele abgestorbene Wacholderbäume, die vermutlich aufgrund des jetzigen Waldbewuchses eingingen. Neben den Wacholdersträuchern standen immer alte Kiefern, die schätzungsweise, das gleiche Alter wie die Wacholdersträucher hatten. Nach unseren Schätzungen war der Wald jünger (ca. 80 – 100 Jahre) als die Wacholdersträucher und die Kiefern. Dies erregte unsere Aufmerksamkeit. Wir suchten nun gezielt nach Wacholderbäumen und Kiefern. Es befand sich dann tatsächlich neben jedem Wacholderstrauch und jeder Kiefer ein Steinhaufen. Da wir nicht wussten was die Steinhaufen bedeuten, versuchten wir einen abzutragen. Wir entfernten alle Steine, da wir vermuteten unter diesen Steinhaufen einen Hinweis auf die Höhle zu finden. Aber nach Entfernen aller Steine mussten wir feststellen, dass sich nichts unter diesem Steinhaufen befand. Lediglich natürlicher Waldboden, kein Hinweis auf die Höhle. Nach systematischer Registrierung der Steinhaufen ergab sich, wenn man die Steinhaufen gedanklich verband gerade laufende Linien, die sich durch den ganzen südlichen Hang zogen. Wir untersuchten danach auch den nördlichen Hang und den restlichen Wald auf Wacholdersträucher, alte Kiefern und Steinhaufen, fanden aber nicht einen einzigen. Es war immer eine Dreieranordnung eine Kiefer, ein Wacholderbaum und ein Steinhaufen. Dieses Phänomen existierte nur auf der südlichen Seite des Berges. Die Steinhaufen bildeten ca. 3 Linien, die vom Plateau hinabführten und ca. alle 20-30 Meter war ein weiterer Haufen angelegt und ein Wacholderbaum gepflanzt. Sie verliefen strahlenförmig vom Plateau. Am Abend gingen wir den Pfad auf der Südseite des Berges talwärts, den wir am Morgen gefunden hatten. Auch an dem schmalen Pfad fanden sich Wacholderbüsche und alte Kiefern. Der Abstieg auf diesem Pfad glich einem nachmittäglichen Spaziergang. Der Pfad schnitt die Höhenlinien so gekonnt, das der Auf- und Abstieg bis zum Plateau ein Kinderspiel war. Des Weiteren wurde festgestellt, das auf dem Pfad in regelmäßigen Abständen die Bäume bis zu eine Höhe von 2,5 - 3 Meter von den Ästen befreit wurden, damit der Pfad vermutlich frei bleibt und nicht zuwächst.

Am nächsten Tag gingen wir wieder empor und suchten erneut das Gelände rings um die Löcher ab. Wir fanden nicht weit davon entfernt einen künstlich aufgeschichteten Steinhaufen mit einem Messpunktstein zu oberst, vermutlich jüngeren Datums, ca. 30 Meter westlich von den Löchern fanden wir einen weiteren Messpunkt, aber dieser war in den Boden eingelassen und wesentlich älter. Wir untersuchten nun die Lage des Berges und des Plateaus. Es zeigte sich, dass der Bergrücken exakt von Ost nach West verlief und die Abhänge exakt in Nord-Süd abfielen. Nun untersuchten wir die Buchen, die um das Plateau angepflanzt waren. Die Buchen bildeten, wie schon erwähnt einen Halbkreis, der nach Norden offen war. Die Buchen waren als ein Doppelhalbkreis angelegt, der jeweils 12 Buchen bildete. Nach unseren Schätzungen hatten die Buchen ein Alter von ca. 300-400 Jahren und einen Stammdurchmesser von ca. 1,5 – 2 Metern. Als wir den Höhenkamm in östlicher Richtung folgten fanden wir eine ähnliche Buchenformation, die ca. das gleiche Alter aufwies, aber nicht in Halbkreisform angepflanzt wurde.

Nach gründlicher Sondierung des Geländes fanden sich jedoch keine weiteren Löcher oder Höhleneingänge. Nach unserem nun schon fast rituellen Abendgespräch vermuteten wir, dass die Linien, die die Steinhaufen ergaben, den Weg markierten um den Eingang der Höhle zu zeigen. Wir mussten also nur noch den Steinhaufen talwärts folgen und schon meinten wir, finden wir den Höhleneingang.

Am nächsten Morgen setzten wir den abendlichen Entschluss in die Tat um. Wir schritten jeden Steinhaufen ab, der talwärts führte, aber alle Linien, die wir verfolgten führten zu nichts. Die Steinhaufen endeten irgendwann und keine Höhle tat sich im Waldboden auf. Dies verfolgten wir 3 Tage ohne Erfolg. Mittlerweile ging auch die Zeitdauer unseres Aufenthaltes zur Neige und wir beschlossen bei der nächstmöglich sich bietenden Gelegenheit wieder in das Gebiet zu fahren.

 

Die zweite Expedition

Wir fuhren am 01. Januar 2006 los und kamen am 2. Januar mittags im Zielgebiet an. Am nächsten Morgen verstauten wir alles in unseren Rucksäcken und fuhren los. Es war bitter kalt, in der Nacht -10 °C, der Morgen war klar und immer noch kalt. Es lag ca. 40 cm Schnee. Wir fuhren mit dem Auto ins Zielgebiet und marschierten los. Der Aufstieg war im Sommer schon recht schwierig und anstrengend, im Winter allerdings war er noch mühsamer, sehr kraft- und zeitraubend. Wir kamen erst am späten Vormittag an unseren zwei Löchern, dem Schweine- und dem Blitzloch an. Als erstes verglichen wir die Fotos aus dem Internet mit unseren gefundenen Löchern. Es stellte sich heraus, dass sie vermutlich die gleichen Löcher gefunden hatten, also das Schweineloch und das Blitzloch. Zu unserem Erstaunen kam aus dem Blitzloch Dampf, d.h. warme Luft, die in der kalten Umgebungsluft von ca. -10°C kondensierte. Wir stellten also fest, im Sommer wurde Luft angezogen und im Winter strömte Luft aus dem Loch. Zusammenfassend kann demzufolge festgestellt werden, dass es sich um eine konstante Temperatur der Luft handelte, die die gleiche Temperatur im Sommer wie im Winter aufweist. Nur mit dem Unterschied, das sich die Luftrichtung entsprechend der Jahreszeit ändert (Luftstrom im Sommer in den Spalt, Luftstrom im Winter aus dem Spalt). Wir schlossen darauf, dass das Blitzloch eine Verbindung zu einer Tiefhöhle haben muss, da nur in tiefen Höhlen die Lufttemperatur über das ganze Jahr konstant bleibt. Aus dem Schweineloch kam kein Dampf also keine Luft heraus, dieses Loch war zugeschneit. Wir schlossen daraus, das es keine Verbindung zu einer tiefen Höhle hat, sondern einfach nur das war, was wir auch schon im Sommer sahen, eine kleine Höhle ohne eine Verbindung zu einer größeren oder tieferen Höhle.

Nun vermuteten wir, dass das Blitzloch das obere Ende des Schachtes war, den Horak in seinem Bericht beschrieb und auch suchte. Wir mussten also nur noch die Umgebung erneut absuchen und dort wo der Schnee weggetaut war umso präziser suchen, damit wir den eigentlichen Eingang in die Höhle finden. Dies taten wir die nächsten Stunden. Zu unserer Überraschung stellten wir fest, das es Aussah als ob der Berg zerlöchert war, auf der Südseite des Berges waren eine große Anzahl kleinerer und größerer Löcher, wo der Schnee geschmolzen war und Dampf austrat.

Manchmal waren die Löcher nicht größer als eine Faust. Nach dem Ausgraben von vielleicht 4 Löchern stellten wir fest, das es zwar Gänge und Windungen gab, die in den Berg gingen, die aber viel zu klein sind, das je ein Mensch sich hätte durchzwängen können, die Gänge waren zwischen 10 – 25 cm im Durchmesser. Wir stellten daraufhin die Ausgrabarbeiten ein und gingen zu unseren beiden Löchern zurück. Wir packten alles zusammen und begannen den Abstieg. Am Abend beratschlagten wir was zu tun ist. Wir beschlossen am nächsten Morgen erneut aufzusteigen und mit dem Geigerzähler und dem Weltempfänger noch einige Versuche durchzuführen.

Am nächsten Tag untersuchten wir nun das Gelände um die beiden Löcher mit unserem Geigerzähler. Der Geigerzähler zeigt eine mögliche ionisierende Strahlung an. Trifft eine ionisierend Strahlung auf den Geigerzähler, der aus einem Metallrohr (Kathode (-)) und einem Draht (Anode (+)) in dessen Mitte besteht und mit einem Edelgas gefüllt ist und eine Gleichspannung von mehreren hundert Volt anliegt, dann bewirkt diese Strahlung, dass die elektrisch geladenen Teilchen des Gases, die Ionen, zu den Elektroden wandern. Durch einen dazwischen geschalteten Widerstand, kann dieser Stromfluss in ein Spannungssignal umgewandelt werden. Wird dann dieses Signal elektronisch verstärkt kann dies als akustisches Signal, das typische Knacken oder optisches Signal auf einer Skala umgewandelt werden.

Es stellte sich während unseres ersten Experimentes heraus, das alles Gestein um die Löcher radioaktiv war, auf der Skala 15 µSv/h – 23 µSv/h, der Maximalwert bis zu 23 µSv/h ausschlug. Nun untersuchen wir auch die Buchen, die im Doppelhalbkreis gepflanzt waren auf ihre radioaktive Strahlung. Die war jedoch geringer und betrug nur zwischen 5 µSv/h – 10 µSv/h. Dann untersuchten wir das Heidelbeerkraut, das aus dem Schnee herausragte, ebenfalls ein Ausschlag zwischen 5 µSv/h – 10 µSv/h. Dann hielten wir den Geigerzähler in den Luftstrom der aus dem Blitzloch kam, nun zeigte das Gerät einen Ausschlag um die 15 µSv/h. Dann untersuchten wir die Steine von den Steinhaufen, die sich auf dem Südhang befanden, ebenfalls ein Ausschlag um die 10 µSv/h – 15 µSv/h.

Danach begannen wir unser nächstes Experiment. Wir stellten den Weltempfänger auf und durchsuchten sämtliche Frequenzbänder. Wir fingen bei den Ultrakurzwellen an, über Langwellen, Mittelwellen und Kurzwellen, aber wir mussten feststellen, dass dies ein sinnloses Unterfangen war, da es keine wiederkehrenden Töne oder sonstige Signale gab, die je näher man den beiden Löchern kam sich abschwächten oder verstärkten.

Fazit dieser Experimente ist also, dass das Versuchsgelände schwach radioaktiv ist. Es könnte also ein Leuchten in der Höhle erklärt werden. Aber was es auch ist, es sendet keine eindeutigen Signale oder Impulse aus, die man orten könnte und aufgrund dieser Ortung den Eingang der Höhle fände. Am nächsten Tag beschlossen wir, uns Gewissheit zu verschaffen, ob es diese auf der Landkarte angezeigte Höhle tatsächlich gab. Wir fragten zuerst in unserer Pension.

Unsere Wirtsleute verneinten nur, sie kannten weit und breit keine Höhlen. Sie kannten allerdings einen Bergführer der möglicherweise die Höhle kannte. Sie riefen ihn an und er kam am Abend in die Pension. Wir befragten ihn, er sagte, er kenne keine Höhlen in dieser Gegend. Daraufhin zeigten wir ihm unsere Karte auf der die Höhle eingezeichnet war. Er schüttelte den Kopf und sagte er kenne diese Höhle nicht. Man sollte doch mal zum Tourismusbüro gehen und dort mal nachfragen. Bei der Verabschiedung zog er allerdings doch noch seine eigene Landkarte heraus und prüfte unsere angegebene Höhle mit seiner Karte. Es stellte sich heraus, dass auf seiner Karte gar keine Höhle eingezeichnet war. Wir beschlossen daraufhin am nächsten Tag in einen Buchladen zu gehen und die einzelnen Karten zu vergleichen, die von unterschiedlichen Verlagen herausgegeben wurden.

Am nächsten Tag gingen wir dann in einen Buchladen. Es stellte sich heraus, das es tatsächlich nur einen Verlag gab, der auf seinen Karten die Höhle eingezeichnet hatte. Am Nachmittag gingen wir dann zum Tourismusbüro und erklärten, dass wir die Höhle suchten und ob sie jemanden wüssten, der uns zu ihr führen könnte. Zuerst war es wieder wie überall, keiner kannte diese Höhle, keiner hatte je von ihr gehört. Nach drängen unsererseits, da sie ja auf unserer Karte eingezeichnet war, sagte der jüngere Mitarbeiter, ja vielleicht gäbe es ja eine Höhle aber diese sei viel zu gefährlich und für uns eh nicht zu begehen. Durch hartnäckiges Nachfragen, ob es jemand gäbe der die Höhle kenne, gab man uns einen Namen und eine Telefonnummer von einem Forstmann. Der wurde angerufen und unser Begehren wurde erklärt. Er sagte, er selbst kenne die Höhle nicht, hätte aber schon mal was vom Revierförster darüber gehört. Er wollte sich noch mal erkundigen und wir sollten am nächsten Tag ihn besuchen kommen.

Am nächsten Tag suchten wir ihn auf, es war ein ca. 55 jähriger großer, hagerer Mann mit Vollbart. Er sagte uns, dass wir am darauf folgenden Morgen zu der Höhle aufbrechen werden.

Am folgenden Morgen ging es dann vom nächst gelegenen Ort los. Wir zwei, der Forstmann und ein junger Mann brachen auf. Es stellte sich heraus, das sie denselben Flusslauf auswählten, den wir auch schon im Sommer während unserer ersten Expedition für den Aufstieg benutzten. Mit riesigen Schritten ging der Forstmann voraus. Der gefrorene Flusslauf war rutschig und nass und es war eine Quälerei bis zum Gipfel zu schreiten. Angekommen am Gipfel, sagte uns der Forstmann wir sollten warten und machte ein Feuer an. Zu unserer Überraschung stellte es sich heraus, das wir nur ca. 50 Meter westlich von unseren beiden Löchern waren. Die beiden suchten den ganzen westlichen Hang ab. Kamen ca. jede halbe Stunde wieder und sagten uns, das sie nichts gefunden hätten. Dann kamen sie wieder und sagten uns, dass sie an der nördlichen Bergseite frische Grabspuren an einer Felsspalte gefunden hätten und überall Fußspuren im Schnee wären. Da sagten wir, dass wir das waren und auch die Grabspuren an der scheinbaren Felsspalte waren von uns. Sie suchten dann noch den nördlichen, östlichen und südlichen Hang ab und kamen am späten Nachmittag endlich zu dem Feuer zurück, wo wir die ganze Zeit warteten. Sie erklärten uns, dass sie nichts gefunden hätten und vermutlich die Höhle zugeschneit sei. Daraufhin gingen wir mit den beiden zu unseren zwei Löchern und zeigte sie ihnen.

Sie waren sehr erstaunt über die beiden Löcher und wir zeigten Ihnen dann auf dem Rückweg unseren angenehmen Spazierpfad bis ins Tal, den sie, wie sie sagten auch nicht kannten. Am Abend werteten wir den Tag aus. Wir kamen zu dem Schluss, das entweder die Leute hier wirklich nichts wissen, oder dass sie uns an der Nase herumführten. Allerdings tendierten wir bei diesen Beiden zu unserer ersten Vermutung, dass sie tatsächlich nichts wussten und auch die Geschichte von Horak nicht kannten. Am nächsten Tag gingen wir diesmal zum Förster und befragten auch ihn was er im Bezug zu dieser Höhle wusste. Er sagte uns, dass er durch Zufall diese Höhle fand. Sie sei aber nicht groß, höchstens 5 Meter tief ginge sie in den Berg hinein und es wäre jetzt im Winter unmöglich sie zu finden, da wahrscheinlich Schnee darauf liege. Er konnte sich auch an einen umgekippten Baum erinnern, der vor dem Eingang läge. Er konnte uns nicht zu der Höhle führen, da er Herzkrank wäre und es ihm im Winter zu viel Anstrengung kostete in die Berge zu wandern und die Höhle zu suchen. Er sagte uns noch, dass wenn wir im Sommer wieder kämen, er uns die Höhle zeigen könnte. Wir beschrieben Ihm auch, wo wir überall gesucht hatten und er erklärte uns, dass die Höhle nach seinen Erinnerungen am westlichen Abhang des Berges sich befände. Was ja auch indirekt durch unseren Forstmann bestätigt wurde, da er ja vorwiegend den westlichen Hang absuchte.

Am nächsten Tag gingen wir erneut auf den Berg und folgten allen Spuren, die die beiden Forstleute im Schnee hinterließen. Aber tatsächlich fanden sie keine Höhle, weder am West, Nord-, Süd- oder Osthang.

Am letzten Tag beschlossen wir noch einmal hoch zulaufen und jeweils noch ein bisschen weiter zu suchen als die beiden Forstmänner. Alles ohne Erfolg. Mittlerweile kannten wir nun den Berg ziemlich gut, wir wussten das es tatsächlich an den Hängen des Berges keine größere Öffnungen oder Spalten gibt die frei zugänglich oder irgendwie begehbar wären. Wir beschlossen erstmal wieder nach Hause zu fahren und alles aufzuarbeiten.

 

Die dritte Expedition

Wir waren uns Aufgrund unserer Untersuchungen und Beobachtungen sicher, dass wir beim nächsten Besuch erst einmal das Blitzloch näher untersuchen müssen, da eindeutig war, dass der Spalt viel tiefer in den Berg eindrang als wir vermuteten. Anfang September 2006 ging es erneut ins Zielgebiet. Wir suchten uns diesmal ein Quartier auf der Nordseite des Berges, um jeden Tag ohne Auto den Berg zu besteigen.

Mein Partner hatte sich in den vergangenen Monaten sehr viele Gedanken gemacht, wie man den Spalt untersuchen konnte. Er baute sich eine Mini-Kamera, die man mittels flexiblen Stäben in den Spalt hinein schieben konnte. Die Kamera zeigt dann auf einem Mini- Bildschirm, das innere dessen, was wir fanden.

Als wir oben ankamen, staunten wir nicht schlecht, rings um das Plateau müssen Holzarbeiter gewesen sein, denn es waren die vielen kleinen Bäume, die rings um das Plateau standen, abgeholzt worden. Die angelegten Wege um das Plateau, die für uns eindeutig künstlich waren, waren wieder frei zugänglich. Alle kleinen Bäume die auf den „Wegen“ standen wurden abgeholzt.

Wir suchten noch einmal am ersten Tag den Westhang ab, nur um sicher zu gehen, das wir die Höhle im Winter wirklich nicht fanden (die Beschreibung des Försters, westlich von der Bergspitze). Aber es war vergeblich, keine Spur von einer Höhle. Nun stand unser Entschluss fest. Wenn es überhaupt eine Höhle gibt, dann an unseren beiden Löchern und nirgends sonst.

Am nächsten Tag gingen wir wieder auf den Berg. Es war von jeder Seite des Berges ein Marsch von ca. 1,5 – 2 Stunden. Wir nahmen einen Klappspaten mit und erweiterten den Spalt, so gut es ging. An der östlichen Wand des Blitzloches fingen wir an den Spalt zu erweitern. Mit viel Mühe gelang es uns die Erde, die Steine und den Dreck am östlichen Lochrand zu entfernen. Letztendlich schufen wir ein ca. 1,5 m tiefes Loch in dem man gerade so stehen konnte. An der Lochsohle waren größere Felsen, die ein noch tieferes Ausgraben verhinderte. Man konnte aber mit der Hand fühlen, dass es auf der seitlichen Wand Ritzen und kleinere Öffnungen gab, wo immer Erde und Steine nachrutschten, die dann verschwanden. Wir holten nun die Mini-Kamera und führten sie in eines dieser kleinen Löcher an der nördlichen Seite ein. Man konnte nur in etwa die Umrisse auf dem Monitor erkennen und nach ca. 20 cm war Schluss, es ging nicht weiter, da probierten wir es auf der östlichen Seite. Dort konnten wir die Mini-Kamera ca. 1 Meter in einen Spalt einführen und hatten auch ein relativ gutes Bild, aber nach diesem einen Meter war auch dort Schluss und wir zogen die Kamera wieder zurück. Nun probierten wir es auf der westlichen Seite, der spannendsten Seite, denn wir beobachteten schon während des Ausgrabens, dass immer wieder kleine Steine und Erde am westlichen Rand in den Ritzen und Spalten verschwanden. Wir steckten also die Kamera in die westliche Spalte und schoben immer mehr Kabel hinein. Zuerst ging es nur etwa 50 cm, dann nach einer kleinen Drehung am Gestänge schoben wir 1 Meter Kabel hinterher noch 1 Meter Kabel und noch 1 Meter Kabel bis die ganze Rolle also 5 Meter aufgebraucht waren. Wir staunten nicht schlecht. Wir ließen die Mini-Kamera drehen. Am Boden konnten wir Steine und Dreck entdecken an den Wänden graue Felsen und als wir die Kamera nach oben drehten konnten wir gar nichts mehr erkennen nur noch dunkle Schatten. Wir schätzten den Gang auf ca. 50 cm bis 1 Meter, den wir gefunden hatten. Wir zogen die Kamera wieder hinaus und Begutachteten die westliche Wand unseres Loches genauer. Ein riesiger Sandsteinblock verschloss die westliche Wand. Nur Unterhalb des Sandsteinblockes gab es den Zugang den wir nutzten um die Kamera einzuführen. Wenn wir in die Höhle oder Öffnung wollten musste dieser Sandsteinblock, der die Größe von ca. 1,2x0,8x 0,5 Meter hatte entfernt werden. Die Frage war, wie sollten wir Ihn entfernen. Anheben und wegtragen war absolut unmöglich zu zweit, Technik bis hier hoch schaffen war auch unmöglich.

Ich schlug also vor am nächsten Tag in einen Laden zu gehen und Hammer und Meißel zu kaufen und den Sandsteinblock Stück für Stück abzutragen. Gesagt getan.

Am nächsten Tag kauften wir uns einen stabilen mittleren Hammer und einen größeren Flachmeißel. Wir gingen wieder auf den Berg und machten uns an die Arbeit. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wie und wo man auf den Sandstein einschlagen muss damit größere Platten abplatzen ging es eigentlich zügig voran. Stück für Stück wurde der Sandsteinblock kleiner. Brocken für Brocken kam aus dem Loch und nach ca. 4 Stunden war der Sandsteinblock Geschichte. Gemeinsam hoben wir das letzte größere Stück aus dem Loch. Nun wurde aus unserem Blitzloch schon ein ziemlich großes Loch. Es ging ca. 2 Meter in die Tiefe, man konnte auf der Sohle im Loch sich hinhocken und die Wände ganz genau beobachten. Es hatte jetzt am oberen Rand einen Durchmesser von ca. 2 Meter und auf der Sohle einen Durchmesser von ca. 80 cm. Aber es war noch kein Zugang zu sehen. Ich nahm mir meinen Klappspaten und säuberte die westliche Wand noch von losen Geröllteilen und Erde. Plötzlich gab es eine Bewegung und mit einmal rutschte der Dreck und das Geröll nach unten und vor mir öffnete sich der Eingang zu einer Höhle. Die Öffnung der Höhle war ca. 40 x 40 cm groß. Ich sprang in die Höhe und jubelte, wir haben es, wir haben es. Mein Begleiter kam angelaufen und schüttelte nur ungläubig den Kopf. Lass mich mal ran, sagte er. Ich kletterte aus dem Zugangsloch und er stieg hinab. Mit der Taschenlampe leuchtete er hinein. Hinter unserem gefundenen Zugang versperrte allerdings noch viel Geröll den Weg. Momentan konnte man noch nicht hinein. Vier oder fünf große Sandsteinplatten standen senkrecht im Zugang, die den Eingang wie noch einmal abriegelten. Wir entfernten also erst einmal alles lose Material oberhalb des Höhlenzuganges, dann säuberten wir erneut das Loch, da viel Dreck nachgerutscht war. Endlich waren wir soweit, dass wir uns bequem vor die Höhle knien konnten und mit vereinten Kräften die 5 aufrecht stehenden Sandsteinplatten entfernen konnten. Mein Begleiter nahm eine Taschenlampe mit und zwängte sich durch die Öffnung, er kroch ca. 2 Meter durch den Zugangstunnel. Plötzlich rief er mir zu, dass man im Inneren stehen und gehen kann.

Es erwies sich nun nach genauerem Absuchen, das wir eine Höhle gefunden hatten, die einen Zugangstunnel besaß, der ca. 1 Meter x 0,6 Meter an Querschnitt hatte und sich nach ca. 2 Meter zu einer geräumigen Höhle erweiterte. Die dann ca. 8 Meter lang war und an Ihrer breitesten Stelle ca. 3 Meter breit und an Ihrer höchsten Stelle ca. 4 Meter hoch war. Die Höhle endete in einem runden Kessel, der dann die genannten Maße hatte. Alle Seitenwände bestanden aus glattem Sandstein, diese hatten weder Brüche, Ritzen oder Spalten. Der Boden der Höhle bestand aus losen, kleinen, handlichen Sandsteinbrocken. Der Boden fiel vom Eingang schräg ab. Zwischen Eingang und Haupthöhle lag ein riesiger Sandsteinbrocken, der eine ähnliche Größe hatte, wie den von uns Weggestemmten Stein. Im Gegensatz zu den glatten, dunkelgrauen Sandsteinhöhlenwänden hatten die kleinen Brocken eine andere Farbe. Sie waren viel heller. Nach gründlicher Untersuchung der Höhle sahen wir auch die 20 x 20 cm große Öffnung zu unserem Schweineloch, das allerdings völlig mit Geröll und Steinen verschüttet war.

Am nächsten Tag begannen wir erneut alles genau zu untersuchen. Wir krochen also wieder in unsere Höhle und stellten allerdings fest, dass es keinen weiteren Weg gab der tiefer in die Höhle ging. Die Höhle war nur 8 Meter lang, 4 Meter hoch und 3 Meter breit. Nun untersuchten wir den Boden der Höhle genauer und trugen viele von den kleinen Brocken nach draußen, dabei mussten wir feststellen, dass sich immer mal wieder der große Sandsteinbrocken bewegte. Als wir im Kessel der Höhle, also an der hinteren Wand waren und dort die Brocken begutachteten hörten wir mit einmal wie unter uns ein Poltern einsetzte und etliche Steine am nördlichen Rand zwischen der glatten Seitenwand und dem Geröllboden wegrollten. Nun war wieder unser Jagdfieber ausgebrochen, wir versuchten so viel Steine vom Boden wegzuräumen, um einen Spalt zu finden der weitergeht, aber je mehr Steine wir aus dem Zentrum oder dem Kessel der Höhle wegräumten, je mehr Steine rutschten vom Eingang her nach. Der Boden fiel ja vom Eingang zum Kessel der Höhle. Vorsichtig nahmen wir einen Stein nach dem anderen von der nördlichen Höhlenwand weg. Es tat sich ein Spalt von vielleicht 10 cm Höhe und 60 cm in der Breite auf. Wir ließen kleine Steine hineinrollen, zu unserem Erstaunen hörten wir ein Geräusch, als ob die Steine einen Hang hinunterrollten und immer wieder gegen andere Steine stießen. Nach ca. 30 Sekunden erstarb das Geräusch. Wir waren überzeugt, das dies der verschüttete Zugang zu der eigentlichen Haupthöhle ist, die es ja geben musste, weil wir schon während unserer 2. Expedition herausfanden, dass es einen Zugang zu einer Tiefhöhle geben musste (konstante Höhlenlufttemperatur im Sommer und im Winter). Aber um da einen Durchgang zu schaffen damit ein Mensch gefahrlos hinein und wieder hinaus klettern könnte, müsste man zuerst den großen Sandsteinbrocken zerkleinern und dann auf ca. 7 Meter vom Eingang weg alle kleinen Gesteinsbrocken aus der Höhle transportieren, um dann die Möglichkeit zu haben im jetzigen Höhlenkern (Kessel) alle kleinen Gesteinsbrocken aus der Höhle zu schaffen, um somit den Spalt nach unten zu vergrößern. Dies bedeutet eine Arbeit von mindestens 3 – 4 Tagen mit 4 Männern. Schweren Herzens fotografierten wir noch einmal alles und fuhren dann nach Hause.



Bild 1, Tagebuchseite mit allen Angaben aus Horaks Tagebuch



Bild 2, Grundriss der Mondhöhle aus Horaks Tagebuch

 


Bild 3, Schnitt A-A Schnitt des Schachtes mit Zugang und Angabe der Höhe von der Vorhöhle, ca. 4 Meter aus Horaks Tagebuch

 

 

Bild 4, Schnitt B-B Ansicht des Schachtes mit schematisch dargestellten Stalagmiten und Stalaktiten, Höhe ca. 25 Meter aus Horaks Tagebuch

 

 

Bild 5, Schnitt C-C Schnitt durch die Vorhöhle aus Horaks Tagebuch

 

 

Bild 6, Schnitt D-D Schnitt des sichelförmigen Mondschachtes aus Horaks Tagebuch

 

 

Bild 7, Detail 1 Bezeichnung der Stelle vom Fund des Zahnes des Höhlenbären aus Horaks Tagebuch

 

 

Bild 8, Höhlenschnitt aus Horaks Tagebuch mit Kennzeichnung des Einganges und dem Verlauf des Weges bis zur Vorhöhle

 


Bild 9, wahrscheinlich Ansicht des Gebirges aus Horaks Tagebuch


 

Bild 10, wahrscheinlich Weg bis zur Höhle aus Horaks Tagebuch


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