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Geheimunternehmungen 
der Achsenmächte
(Teil-5)
AZP: Finale in Manila

       
     
       
     

Geheimunternehmungen der Achsenmächte Teil-5  -  Finale

       
     
       
      AZP: Geheimunternehmungen der Achsenmächte  (5. Teil)  Finale in Manila

Pedro, R.B. und „Heronimus" begaben sich zum Wagen. Pedro schlug vor, da einfach mal eine Weile zu warten und aufzupassen, was vielleicht passiere. Er traute Paul nach wie vor nicht über den Weg. Zwar hatte er die beiden Goldbarren ausgehändigt, doch das Gros des Funds, das Gold-Granulat, war noch nicht wieder aufgetaucht. R.B. meinte, man solle das doch vergessen, schließlich habe Paul ja auch einen entscheidenden Anteil daran gehabt, daß es überhaupt zu dem Fund kam. „Heronimus" neigte zu einer ähnlichen Ansicht. Er dachte ohnehin längst an Peru, wo er erheblich mehr zu finden hoffte, und wollte so schnell wie möglich dorthin. Aus dem ihm zustehenden Anteil von den zwei Goldbarren, konnte er das sogar selbst finanzieren. „Heronimus" drängte also, nicht mehr als höchstens zwei weitere Tage in Manila zu investieren. Pedro stehe es ja frei, hier zu tun was er für richtig halte. Pedro bestand darauf: es gehe nicht nur um das restliche Gold, von dem Paul schon noch seinen gerechten Anteil kriegen sollte, sondern auch um’s Prinzip. Ehrlichkeit untereinander im engsten Kreis sei nämlich die Grundlage jeden Erfolgs in der Schatzjägerei. Also weiter warten und aufpassen!

Beobachtung

Nach fast einer Stunde tat sich etwas: ein Taxi kam und hielt bei dem Haus des Chinesen. Eine gutgekleidete Frau in mittleren Jahren stieg aus: Pauls Frau. Sie deutete dem Taxifahrer, zu warten. Also doch! Pedro hatte vermutlich Recht mit seiner Annahme – wenigstens hatte es erstmal diesen Anschein. Die Frau ging ins Haus des alten Chinesen. Nach kaum fünf Minuten kam sie zusammen mit Paul wieder heraus. Beide stiegen in das Taxi, welches gleich losfuhr.

Pedro nahm die Verfolgung auf. Die Fahrt führte in die Innenstadt, wo es von mal zu mal schwierig war, dranzubleiben. Aber Pedro schaffte es. Die Fahrt ging beinahe durch ganz Manila und führte dann wieder in einen Außenbezirk, bloß auf der anderen Seite, wo der alte Chinese wohnte. Vor der Einfahrt eines Gebäudekomplexes aus mehreren Hallen und Schuppen, stiegen Paul und seine Frau aus. Das Taxi ließen sie warten. Hier, meinte Pedro, könnten sie das fehlende Gold versteckt haben. Aber nach kaum zwanzig Minuten erschienen sie wieder,

und sie hatten nichts bei sich, was das Fragliche enthalten könnte.

Schuppen am Rande von Manila

Die Verfolgung ging weiter. Zum Erstaunen der drei Männer, welche hinter dem Taxi her fuhren, ließen Paul und seine Frau sich nach Hause in ihr Bungalow bringen! Sie hatten also gar nicht vor, sich vor den Kameraden zu verstecken. Pedro war baff!

Im Haus erklärte Paul den drei nun auch dorthin gekommenen Männern, was los sei: Seine Frau habe das Gold tatsächlich an sich genommen gehabt, und zwar, um es vorübergehend zu verpfänden, damit sie aus ihren Problemen herauskämen. Dazu hatte sie das Granulat verwendet. Anschließend habe sie die beiden Barren zu dem alten Chinesen gebracht, den sie ja auch gut kannte, schon seit Jahren. Das mit dem gegen Goldsicherheit Geld leihen habe aber nicht geklappt. Rodrigo – der Mann, mit dem sie dieses Geschäft tätigen wollte – habe das Gold genommen, rücke nun aber nur mit einer relativ kleinen Geldsumme heraus. Angeblich hatte er nicht mehr zur Hand, mehr müsse er erst besorgen, wie er behauptete. Klar, daß er daran gar nicht dachte. Dieser Rodrigo, so erklärte Paul, sei ein Kerl, den jeder kenne, der mit dem Rotlichtmilieu von Manila vertraut ist. Seine Frau hatte früher als Bardame in einem seiner Lokale gearbeitet, später sogar als Geschäftsführerin, daher kenne sie ihn. Der Mann sei aber ein Schuft, dem niemand trauen könne. Paul war wütend auf alle und alles, am meisten wohl auf sich selber. Pedro schlug vor, sich den Rodrigo vorzuknöpfen. Paul erwiderte, das sei keine so einfache Angelegenheit. Rodrigo sei zwar nicht so gefährlich die der „Holländer", aber dafür brutaler. Zuerst müßten sie jetzt zu „Manu", um für jeden eine Waffe zu beschaffen, denn außer Pedro besaß ja niemand von ihnen eine. Die Dinge versprachen also, lebhaft zu werden. R.B. war sich nicht sicher, ob er das eher abenteuerlich oder unheimlich fand. Für „Heronimus" dagegen schien solch eine Lage nichts Besonderes zu sein.

„Manu" (vermutlich Manuel), ein kleiner, harmlos aussehender Mann, war, wie meistens, in einer bestimmten Snack-Bar anzutreffen, wo er Zeitungen las, manchmal auch Bücher, und auf Kunden wartete. Paul kannte ihn seit rund zehn Jahren. Manus Angebot war nicht schlecht. Paul verkaufte er einen Revolver, und R.B. offerierte er eines seiner Prunkstücke: eine deutsche Walther-Pistole, Modell P 88. Pedro kaufte sie, obwohl der Preis stattlich war. Während seines Aufenthalts in Manila könne R.B. sie nehmen. Anschließend wollte er sie behalten.

Das lief alles mit einer solchen Selbstverständlichkeit ab, daß R.B. nur so staunte über die Lebensregeln in dieser ihm fremden Welt.

Bewaffnung

Bis zum Abend blieb nun Zeit, denn es ließ sich nicht eruieren, wo Rodrigo gerade steckte. Abends und nachts aber war er sicher zu finden, wenn nicht in einer seiner eigenen Bars, so im Casino. Es blieb also Zeit, die von Paul unter anderem dazu genutzt wurde, den von seiner Frau beschafften Teilbetrag dem „Holländer" zu bringen. So herrschte da erst einmal Frieden. Paul hatte dabei jedoch einen Hintergedanken, welchen er zuvor mit den Kameraden besprach: Er wollte den „Holländer" auf Rodrigo hetzen, beziehungsweise diesen dazu bringen, einige von seinen in den rabiaten Dingen des Lebens sicher erfahrenen Leuten zu ihm zu schicken. So sollte der „Holländer" das Gold von Rodrigo zurückbeschaffen, und es bis auf eine an zu zahlende Differenz behalten können. Das war ein vernünftiger Weg, denn niemand konnte im vorhinein sagen, wie eine Auseinandersetzung mit Manilas Rotlichtkönig und dessen Leuten ausgehen würde. Der „Holländer" dagegen galt als auf seine Weise korrekt, was er sagte, das hielt er in aller Regel auch, und wenn er auf die Differenzzahlung eingehen sollte, wäre das immer noch eine gehörige Summe. Außerdem hätten sie dann nicht mehr das Problem, das Gold erst zu Geld machen zu müssen. Für den „Holländer" aber war so etwas ein Klacks. Alle waren mit diesem Vorschlag einverstanden. Auch Pedro, obschon dieser anfänglich murrte.

Nachtleben

Also gesagt und getan. Der „Holländer" stimmte dem für ihn sicher vorteilhaften Geschäft zu. R.B. konnte die Pistole also gleich Pedro übergeben. R.B. hatte seit seiner Bundeswehrzeit keine mehr in der Hand gehalten, und die lag lange zurück, schon über 20 Jahre. Unsere Freunde brauchten jetzt nur noch zuzuschauen, wie die Leute des „Holländers" das Nötige unternahmen.

Wie genau das vor sich ging, erfuhren sie nicht, doch am folgenden Vormittag wurde ihnen durch einen „Mitarbeiter" des Holländers mitgeteilt, alles laufe zufriedenstellend, am kommenden Tag könne die Vereinbarung eingelöst werden.

Das war ja einmal eine gute Nachricht. Man konnte also nun daran denken, diese Unternehmung zum Abschluß zu bringen, zumindest aus Sicht von „Heronimus" und R.B, welcher den AZP ja vor Ort vertrat. Was ihn dabei angenehm überrascht hatte, war, daß „Heronimus" und Pedro, diese abenteuerlichen und auch rauhen Gesellen, wirklich anständig waren, auf ihre Art sogar geradlinig, ganz anders als die vielen windigen Burschen, die Schwindeleien verkauften, ohne je viel zu riskieren. So sollte es auch bezüglich der beiden Goldbarren keine Schwierigkeiten geben. Es wurde beschlossen, sie auf die Weise in Bargeld umzuwandeln, wie Pauls Frau es mit dem alten Chinesen schon eingeleitet gehabt hatte. Der Ertrag sollte – nach Abrechnung der vom AZP vorgeschossenen Spesen – anständig aufgeteilt werden, wobei auch der Gehilfe Jimmy nicht vergessen werden dürfte. Ebenso würde mit der durch den „Holländer" kommenden Summe zu verfahren sein. Der AZP rechnete sich selbst dabei wie nur eine Person neben „Heronimus", Pedro, Paul und dessen Frau sowie Jimmy. Man würde also nicht riesenhafte Summen nach Düsseldorf und Hamburg bringen, beziehungsweise bald dorthin transferieren können, aber es war trotzdem nicht schlecht. Dabei setzten sowohl „Heronimus" wie R.B, für den AZP volles Vertrauen in Pedro, der noch bis zur Abwicklung der Dinge in Manila bleiben und alles Nötige tun würde. Und selbst gegen Paul und dessen Frau gab es jetzt kein Mißtrauen mehr. Aus Sicht der AZPler waren das alles Menschen einer fremden Lebenshaltung – aber bestimmt nicht die schlechtesten.

Gerne hätte man im AZP-Archiv die Originalgoldbarren gehabt, doch das ging nun einmal nicht. Paul versprach jedoch nicht nur gute Fotos anzufertigen, bevor der alte Chinese die Barren verarbeiten würde, sondern auch Formen, damit man Attrappen anfertigen könne. So herrschte dann allgemeine Zufriedenheit.

Abschied von Manila

Es hieß Abschiednehmen von Manila und den Philippinen, wenigstens für R.B. und für „Heronimus". Die Rechnung „unter dem Strich" war für den AZP noch nicht endgültig heraus. Erst einmal hatte die Sache gekostet. Aber was immer sie in Geldbeträgen letztlich auch bringen würde – aus Sicht der Idee, dem geheimen Tun und den Plänen der Achsenstaaten in der Schlußphase des Zweiten Weltkriegs näher auf die Spur zu kommen, hatte diese Unternehmung eine Menge gebracht.

Und „Heronimus" buddelte gedanklich schon weiter – demnächst in Peru. Die Einladung der AZPler, Weihnachten in Deutschland zu verbringen, schlug er dankend aus. Aber in Verbindung würde man bleiben, das bestimmt. Dann also: „Adios!" und vielleicht: „Ya nos veremos!"

Rückflug von Manila

Ihre Flugzeuge starteten in unterschiedliche Richtungen: das von R.B. nach Europa (mit Zwischenstation Emirate), und das von „Heronimus" nach Südamerika; das des einen zurück in ein gesichertes bürgerliches Leben – das des anderen ins nächste Abenteuer.

       
               
               
     

       
               
               
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