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September 779 im Jahr der Römer 

Teil1

       
     
       
     

September 779 im Jahr der Römer  (Teil1)
Illustration

       
     
       
     

September 779 im Jahr der Römer  Teil1

Auszüge der Bergpredigt in auktorialer Form

 


Mein Friede sei mit euch Menschenkinder!

Ihr alle seid Kinder Gottes, weil das Leben, in dem ihr lebt, die ewige Gotteskraft ist, die ihr in der Ewigkeit an dem für euch von Gott geschaffenen Anfange zu eigen empfangen habt und die euch in aller Zukunft der Ewigkeit bleibt. So vieler Völker Angehörige ihr seid, glaubet ihr in der weitaus überwiegenden Mehrzahl an die Unsterblichkeit des wahren inneren Ichs, das heißt, an das Fortleben der Seele mit ihrem Geiste – was wahr und richtig ist. Allein aber die Vorstellungen über die Art des Fortlebens gehen weit auseinander und gehen teils in Wahn und teils in Lächerlichkeit unter.

Viele eurer Gelehrten, Weisen und Denker sagen ganz richtig, daß eine seelen-, geist- und leblose Materie keine Seele, keinen Geist und kein Leben hervorbringen und erzeugen kann, mag sie dem zeitbegrenzten Fortkommen des Seelisch-Geistig-Lebendigen noch so unentbehrlich sein – und daß daher dieses ganz sicher und offenbar von ganz woanders hergelangt ist und weiter hergelange. Woher aber, weshalb, warum, aus welcher Ursache, zu welchem Zwecke es da ist und welchem wahren Ziele es entgegengeht, ist auch ihnen ein „geheimnisvolles Rätsel“, das ein jeglicher nach seiner eigenen Art zu lösen sucht, bisher aber keiner auch nur annähernd gelöst hat.

Wie eure Gelehrten, Weisen und Denker, spricht auch eure Priesterschaft von der Unsterblichkeit der Seele, lehrt allermeist, daß sie die Schöpfung Gottes oder irgend einer ihrer Hauptgottheiten sei und macht die Art des Fortlebens der Seele, ja auch das Weiterleben der Seele von sich, das heißt von ihrem Wohlwollen, von ihrer Willkür und von dementsprechender Entscheidung abhängig mit Berufung darauf, daß sie als „der Gottheit Vertreterin auf Erden“ für diese entscheide.

Die Lehren aller Völker der Erde kennen die Unsterblichkeit der Seele, mögen sie ansonsten noch so falsch und irreführend sein. Die ausschließlich einzige Ausnahme von allen diesen Lehren bildet allein die Hebräerschrift, die eine Seele mit ihrem Geiste überhaupt nicht kennt, durchaus nicht kennen will; um dem Menschen das Wesen der Seele mit ihrem Geiste „zu nehmen“, verkündet ihnen der Hebräergott El Schaddai-Jahweh als Offenbarer, sie seien nichts sonst als Erde, Lehm und Staub und sollen wiederum nichts sonst als Erde, Lehm und Staub werden!

Die Seele und der ihr untrennbar eigene Geist ist nicht geschaffen, sondern war als seelisch-geistiger Same von aller Ewigkeit mit und neben Gott da, leblos in der Leere der Unendlichkeit verstreut und in seiner schier unendlichen Mannigfaltigkeit unscheinbar, nichtig, brachliegend. Nur allein Gott in der Dreieinheit Seines persönlichen ewigen Wesens, Geistes und Lebens konnte in der Unendlichkeit und Ewigkeit schaffend wirken, weil die Ewigkeit in Seinem Sein und die Unendlichkeit in der Strahlungskraft Seines heiligen Geistes begründet, und Er geistig allgegenwärtig ist. Eine solche Strahlungskraft des Geistes hat sonst kein seelisch-geistiges Wesen, mag es eines ansonsten noch so großen Geistes sein, und es ist daher unvollkommen, wogegen Gott kraft der Strahlung Seines Geistes allgegenwärtig höchstvollkommen ist, allein schon in dieser Kraft.

Alles, was da auf Erden gelebt hat, lebt und noch leben wird, alle die scheinbar unendliche Mannigfaltigkeit des Pflanzenreiches, der Tierwelt und der Menschheit, wie desgleichen unendlich viel mehr noch, was ihr nicht kennt und von dem sehr vieles auch gar nicht herkommt, alles das war einst in der Ewigkeit ein bloßer seelisch-geistiger Same: das Seelische als Schale, das Geistige als Kern, zweieinig, ohne Lebenskraft - aber seiend, unzerstörbar und unvernichtbar, ein jeder einzelne Same die unentwickelten Grund- und Stammwerte der eigenen seelischen Gestalt und Form in sich bergend.

Nun war all der zuvor seelisch-geistige, also nur zweieinige Same kraft des von und aus Gott empfangenen Lebens seelisch-geistig-lebendig, also dreieinig geworden, in seinen ureigenen Grund-, Art- und Stammwerten vollentwickelt und sich des eigenen Seins und Lebens in dem Maße bewußt, welches der Mannigfaltigkeit seiner seelischen und geistigen Beschaffenheit entspricht. Doch aber hätte sich keines der seelisch-geistig höher stehenden Wesen, ganz besonders derjenigen, die eines erkenntnisfähigen Geistes sind, in der wahren Welt des Reiches Gottes wirksam betätigen, das heißt handgreiflich schaffen können, was auch folgend erklärt werden kann:

Wohl hätten höher stehende Wesen, ganz besonders die eines erkenntnisfähigen Geistes, seelisch-geistig in Vorstellungen und Bildern wirken und schaffen, diese aber niemals nach außen hin und den anderen zugänglich verwirklichen können; es wäre alles ihr seelisch-geistiges Wirken und Schaffen allein in ihnen, aber nach außen hin unverwirklicht geblieben, und Gleichnisse dessen habt ihr auch da zahlreich genug.

Will der Mensch ein Haus, eine Brücke bauen, Kleidung, Bildnisse und andere Dinge schaffen, muß er sie in Bild und Vorstellung seelisch-geistig erfassen, berechnen und dann erst handgreiflich verwirklichen, Größeres und Großes auch von anderen ausführen lassen. Also ist das Wirken und Schaffen ein seelisch-geistiges Gut, die Verwirklichung dessen nach außen aber die handgreiflich-leibliche Tätigkeit. So ist es da auf Erden, so ist es in den Welten des Jenseits und so ist es auch in der wahren Welt des Reiches Gottes. Allein, das Wesentliche des Leiblichen ist in jeder der genannten Welten so verschieden anders, wie verschieden eben auch die Beschaffenheit der Welten selbst ist; das heißt mit anderen Worten, daß die Beschaffenheit des Leiblichen der Beschaffenheit jener Welt entsprechen muß, in der das seelisch-geistig-lebendige Wesen wirkt, weil das Leibliche zum Großteil aus Kräften und Substanzen derselben Welt gebildet ist, der Gestalt und den Formen des seelischen Leibes und Körpers nach. Also mußte alles Seelisch-Geistig-Lebendige in der wahren Welt des Reiches Gottes einen je der eigenen seelischen Gestalt und deren Formen entsprechenden Leib bekommen, was zum Großteil schon während der lebendigen Entwicklung durch das Einwirken der Kräfte des Reiches Gottes einerseits wie anderseits dann auch durch Einnehmen von Nahrung und Trank erreicht ward. Zu diesem Zwecke schuf Gott schon während der Schöpfung der wahren Welt Seines Reiches die Bäume und Gewässer des Lebens, die eine Mannigfaltigkeit von Speisen und Getränken geben, die nur schwer alle aufzuzählen wären und die überdies auch keine Spur auch nur gedachter Schlacken bilden können.

So bekam alles Seelisch-Geistig-Lebendige den Leib genau der Gestalt, den Formen und Sinnen des eigenen seelischen Wesens jeder seelischen Einheit der unzähligen Arten und Gruppen entsprechend und konnte nach Maßgabe seiner eigenen seelisch-geistigen Beschaffenheit, Fähigkeiten und Eigenschaften wirksam tätig sein, allen anderen vor- und obenan die Wesen erkenntnisfähigen Geistes; diese, Gott schauend und Sein Wort hörend, erkannten in Ihm den Schöpfer ihrer Welt und den Vater alles Lebens und sich selbst als Seine Kinder, die das Wort Gott, welches seit aller Ewigkeit bis dahin allein in Ihm war, nun zu Ihm sprachen - und das war der Anfang!

Also ist der Anfang des Menschen nicht auf und nicht von der Erde, sondern von Ewigkeit und von jenem einstigen Anfange her, den Ich geschaffen habe; und Ich sage euch, daß auch das Ende des Menschen und alles dessen, was neben ihm Seele-Geist-Leben ist, nicht auf und nicht in der Erde ist. Es hat aus seinem eigenen ewigen Sein und von Mir das Leben, das der Seele und dem Geiste untrennbar für alle Zukunft der Ewigkeit eigen ist, und daher ein Ende des Seins und Lebens überhaupt nicht findet.

Die Dreieinheit Seele-Geist-Leben ist unzerstörbar und unvernichtbar; sie kann durch Absterben oder auch durch gewaltsame Zerstörung des Leibes oder Körpers, in dem sie wirksam tätig war, wohl das Bewußtsein zeitlich und selbst Zeiten hindurch verlieren, niemals das Leben an sich selbst. Denn nicht einmal die Kraft der Allmacht kann das Wesen der Seele von dem Wesen des ihr ureigenen Geistes und das Leben von dem einen oder dem anderen dieser beiden Faktoren trennen. So mannigfaltig die Gestalt und Formen all des Seelisch-Geistig-Lebendigen sind, ist ihr Geist unendlich mannigfaltiger, ganz besonders aber was den erkenntnisfähigen Geist betrifft.

Seele, Geist und Leben ist das Pflanzenreich, die Tierwelt und jene kraft ihres erkenntnisfähigen Geistes obenan stehenden Wesen, die man, um zu wissen, wovon man spricht, in Meinem Reiche Kinder Gottes oder auch Engel, da auf Erden Menschen nennt. ( Der Engel in uns)

Seele, Geist und Leben ist alles Lebendige, weil die Lebenskraft ausschließlich allein nur dem eigen ist, was Seele und Geist ist. Sie ist aber auch in allem Seelisch-Geistigem eine und dieselbe Kraft, weil sie von und aus Gott ist, wogegen das Seelisch-Geistige in einem jeden einzelnen lebendigen Wesen ein anderes ist, sein ureigenstes wesentlich-persönliches Ich darstellend.

Der Geist der Pflanzen geht allermeist fast vollständig in dem eigenen seelischen Wesen und in der Lebenskraft auf, wird von beiden sozusagen so aufgesaugt, daß er merkbar nicht in Erscheinung tritt. Das seelische Wesen der Pflanze bedarf seiner nicht in dem Maße wie das Seelische der geistig höherstehenden Wesen, weil das seelische Wesen der Pflanzen so beschaffen ist, daß es zwar eine gewisse Art der Gefühle hat, die ihm aber niemals zum Bewußtsein kommen können und die Pflanze daher niemals Furcht, Angst, Schmerz und desgleichen empfindet. Der Übergang von der Pflanzen- zu der Tierwelt ist ein solcher, daß es vielfach fraglich bleibt, ob das betreffende Wesen noch zu den Pflanzen oder schon zu den Tieren zu zählen ist, und erst in der höheren Tierwelt, besonders unter den Säugetierarten, tritt das Seelische und das Geistige fast gleichermaßen in Erscheinung; da sind die Gefühle der Seele und der Wille des Geistes hoch entwickelt; das Tier gibt durch sein Verhalten Zeichen der Freude und des Leides, des Wohlbehagens und des Schmerzes, des sich Sicherfühlens und der Furcht, wie dergleichen Zustände mehr noch. Es fühlt das Gute und das Böse nach seiner Art, kann selbst schier staunenswerte Fähigkeiten entwickeln und so manche Art bekundet Eigenschaften, die so manchem höherstehenden, das heißt so manchem erkenntnisfähigen Geiste als Beispiel dienen und zur Zierde gereichen würden, wenn er sie beachtete und betätigte. Das Tier betätigt seine schönen und schlechten, guten und bösen Eigenschaften, ohne zu wissen, daß sie schön oder schlecht, gut oder böse sind, es kann in sich selbst demgemäß nicht beurteilen und es deswegen auch nicht erkennen. Der Wille seines Geistes geht in den Gefühlen seiner Seele auf, es weiß nicht, was die Wahrheit und was die Lüge ist, sein Geist ist eben nicht erkenntnisfähig.

Anders, ganz anders steht es um den erkenntnisfähigen Geist, der mitunter wohl weniger zwischen Wahrheit und Lüge, dafür aber desto vollständiger zwischen Gut und Böse unterscheidet, selbst auch dann, so er eigensüchtiger und eigennütziger Zwecke und Ziele wegen zwischen Gut und Böse nicht unterscheiden will und das den anderen angetane Böse solange gut nennt, bis sich dieses durch Änderung der Lage und Umstände gegen ihn selbst wendet, ja auch nur zu wenden scheint; dann ist die Erkenntnis des Guten und Bösen plötzlich voll und ganz da – und das wehklagende Gezeter groß.

Wer gut in sich selbst aus eigenem ist, der tut den anderen das Gute beispielgebend zuvor und hat das Recht, von ihnen dasselbe zu postulieren; wer aber in sich selbst aus eigenem böse ist und allein den anderen seiner eigenen Vorteile wegen, ja auch ohne solche, aus bloßer Schadenfreude und Bosheit Böses tut, mit welchem Rechte will er von ihnen Gutes fordern? Wo will er seine Klagen anbringen, so sie sich wehren und ihm so begegnen, wie er ihnen? Worauf soll dann der Böse hinweisen und was für Gründe für sein boshaftes und böses Tun angeben, so er seine Bosheit nicht bekennen will? Er will sie aber allermeist nicht bekennen, sucht nach Ausflüchten und erfindet Lügen, wie denn jeder Böse auch schon ein Lügner ist und darüber hinaus ein niedriger Heuchler, der die eigene Bosheit genau kennt, sie aber vor und in sich selbst heuchlerisch als eine „Notwendigkeit“ zu entschuldigen sucht. Den Alten ist in der Schrift dieses und jenes so und so gesagt worden, Ich aber sage euch: Nein, nicht so, denn das ist vom Bösen! Es soll aber kein Jota von dieser Schrift genommen werden zum ewigen Zeugnis und zur wahren Erkenntnis Meiner, auch durch die Erkenntnis der Lüge und der Bosheit der Hebräerschrift. ICH bin nicht gekommen, diese Schrift und ihre Propheten aufzulösen, sondern ihre Bosheit zu bestätigen, auf daß diese Welt den unendlichen Unterschied zwischen ihrem Geiste und Worte und zwischen Meinem Geiste und Worte erkenne.

Ihr höret, daß den Alten gesagt worden ist, sie sollen nicht falsch schwören und sollen dem Herrn ihren Eid halten! ICH aber sage euch: Ihr sollt überhaupt und durchaus nicht schwören, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch bei eurem Haupte - und so weiter. Eure Rede sei ja oder nein, was darüber ist, das ist vom Bösen.

Den Alten ist gesagt worden: du mußt deinen Bruder lieben und den Feind hassen. ICH aber sage euch, nein, nicht so, denn das ist vom Bösen! Liebet eure Feinde und betet für sie! Kommet alle zu Mir, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken und aufrichten! Kommet alle zu Mir, die ihr Leid traget unter fremder Bosheit und unter den euch von ihr aufgebürdeten Lasten seufzet! Kommet alle zu Mir, die ihr von finsteren Knechten des höllischen Pfuhles geängstigt dieses euer irdisches Leben in steter Furcht vor dem Zorne und der Rache dessen verbringt, den sie als ihren „Gott und Vater“ preisen, die seinen blutrünstig-teuflischen Gelüsten dienen, damit ihnen gedient werde!

Kommet alle zu Mir! Höret Mein Wort, empfanget das wahre Wissen von Gott und über euch selbst und über euer eigenes ewiges Wesen! Es gibt wohl ein Sterben, niemals aber einen Tod der Zerstörung, der Vernichtung, des Nichtseins der seelisch-geistig-lebendigen Dreieinheit. Was Seele, Geist und Leben ist, ist gleich Mir eines ewigen Seins, vom Anfang an lebendig durch Meine Lebenskraft und kann einem Tod der Zerstörung, der Vernichtung und des Nichtseins niemals anheimfallen. Mit einem solchen Tod droht der finstere, böse und verlogene Widersacher der ewigen Wahrheit den unwissenden Menschen und nutzt dazu ihr irdisches Sterben aus, weil dieses eine Erscheinung des Vergehens alles Irdischen ist.

Nun aber die lebendige Seele mit ihrem lebendigen Geist nicht irdischen Ursprungs, sondern eines ewigen Seins ist und, einmal durch das Reich der Erde dieses Irdischen Alls gehend, vom Irdischen nur den ihrem Wesen nach sich da aufgebauten irdischen Leib trägt, fällt durch das Sterben allein dieser der irdischen Zerstörung anheim, niemals aber jene seelisch-geistig-lebendige Dreieinheit, die ihn durch das Sterben ablegt. Der irdische Leib ist dann entseelt, gestorben, er ist leblos, weil die Lebenskraft das untrennbare Eigen des Geistes und der Seele ist, die nun, des Irdischen entleibt, weiterlebt, weil sie sich von dem untrennbar ewiglich ihr eigenen Geiste und dieser von dem einmal im Anfange von Mir empfangenen Leben nicht trennen kann. Daher kann niemand – und Ich sage euch, selbst auch Gott nicht – die von und aus Gott dem Wesen der Seele und ihrem Geiste einmal gegebene Lebenskraft nehmen. Es kann niemand das Wesen der Seele und des Geistes jemals zerstören und vernichten, weil es an sich unzerstörbar und unvernichtbar ist; aus diesem Grunde kann selbst auch der feste Wille und Entschluß des eigenen Geistes, das eigene Leben, sich selbst und das ihm untrennbar eigene Wesen der Seele zu zerstören und zu vernichten, an dem ewigen Sein der eigenen wie auch jeder anderen seelisch-geistig-lebendigen Dreieinheit kein Jota ändern.

Es kann der Mensch sich selbst „entleiben“, Hand an sich selbst legen, so ist er dann den irdischen Leib wohl los, er ist entleibt, der da getragene Leib ist entseelt, leblos. Er aber selbst als Dreieinheit Seele-Geist-Leben lebt und besteht nach wie vor als dasselbe Wesen seines persönlichen Ichs in demselben seelischen Leibe, demselben Geiste und derselben Lebenskraft.

Alle Völker der Erde fühlen, ahnen, glauben, ja nicht wenige Menschen sind felsenfest davon überzeugt, daß sie als Seele und Geist auch nach dem Ableben des irdischen Leibes weiterbestehen, leben und wirken müssen. Allein das Wo und Wie, die Form ihres Weiterbestehens, die Art ihres Weiterlebens und Wirkens ist ihnen verhüllt; das führt sie daher zu allerlei falschen Ansichten, Annahmen und Vermutungen, da ihnen auch die Verstorbenen bisher keine andere Auskunft geben konnten als die, daß sie in irgend einer anderen Welt leben und wirken, ohne ihnen aber den Zweck und das Ziel des Ganzen erklären zu können; und weil überdies die Mitteilungen und Aussagen einzelner einander auch noch schwer widersprechen, konnten und können die Fragenden so vieles nicht vereinbar finden.

Sie ziehen die Tatsache nicht in Betracht und erkennen auch nicht, daß ihnen jeder der Gerufenen oder auch von selbst Erschienenen das Leben, die Tätigkeit, die Anschauungen und Auswirkungen ausschließlich nur seiner Welt mitteilen kann, weil er das Leben und Wirken in einer anderen Welt des Jenseits nicht kennt oder auch nicht kennen will. Sie vergessen, daß es wissende lichte und gute, dagegen aber auch unwissende, wie auch sehr wissende, jedoch zugleich verlogene, boshafte, finster-heuchlerische Seelen gibt - und daß demnach die Aussagen aller miteinander verglichen, einander widersprechen müssen und unvereinbar sind.

ICH aber frage euch: Ist das nur bei den Seelen des Jenseits der Fall? Nein! Fraget die Völker dieser einen Erde einzeln, wie sie da leben und wirken, welche Lehren, Anschauungen und Einrichtungen, welches Wissen und welche Überzeugungen sie haben, was sie für gut und was für böse halten, wie sie sich zu dem Leben, Wirken, Wissen und Überzeugung der anderen stellen; und Ich sage euch, daß ihr da dieselben oder auch noch größere Widersprüche finden werdet als in den Aussagen der Seelen des Jenseits, die vielfach, wenn nicht gerade allermeist keine solchen sind, sondern Aussagen der vielen, für Propheten und Seher sich ausgebende Betrüger, die seit Schamuel und Eli, besonders aber auch in dem Geschehen dieser Zeit so zahlreich aufgetreten sind.

Es sind schon halbwegs irgendwie fähige Propheten, also spiritistische Medien, Seher und Hörer sehr schütter gesät und nur sehr vereinzelt da. Wahre Propheten, von welchen der von Mir getaufte Täufer Johannes der größte ist, habe Ich in Abständen von Jahrtausenden den Völkern der Erde jeweilig gesandt, und eine lange Reihe von Jahrhunderten wird vergehen, bis daß Ich einen solchen Propheten einem Volke senden werde. Dieses wird ihn erst ablehnen, ja ihn und die Seinen, die samt ihm die Meinen sein werden, in einer Art und Weise auch verfolgen, dann aber – trotz allem Widerstande der Knechte des Hebräergottes und des Geistes der Hebräerschrift – die Früchte seiner und dieser Meinen Arbeit bringen, so die Zeit kommt. Zu jener Zeit werden viele Menschen jenes fruchtbringenden Volkes von selbst erkennen, ja bereits schon während des Geschehens jener Zeit erkannt haben, daß die Werktätigkeit eines jeden einzelnen für alle und aller für einen jeglichen unter ihnen, aus reiner Menschlichkeit, aus dem lebendigen Gefühl der Zugehörigkeit zueinander und der Kindschaft Gottes für die Gemeinschaft geübt, eine unendlich edlere Gesinnung und Beweggründe in sich bringt, als würde sie aus Furcht und Angst vor Strafe und der Rache eines Gottes oder aus Berechnung einer Belohnung geübt. Zu jener Zeit werden viele Menschen jenes Volkes längst zuvor schon aus eigenem erkannt haben, daß der Hebräergott und die Hebräerschrift in ihrem Geiste ein Schreckbild der Hölle auf Erden ist, und sie werden dieses Schreckbild samt seinen Götzendienern von sich weisen und der ewigen Wahrheit werktätig dienen, ohne vorerst Den erkannt zu haben, Der allein die ewige Wahrheit ist. Doch aber werden sie schließlich auch Ihn erkennen in Mir, und sie werden Ruhe finden in Meinem Frieden auch dann, so die finstere Bosheit anderer aus den Völkern sie um ihres Friedens willen beneiden und ihn zu stören suchen wird.

Denn mächtig wird das Volk werden über alle diejenigen, die es seiner Einigkeit, Größe und seines Friedens wegen hassen werden mit dem Hasse des Hebräergottes und dessen Anbetern auf Erden so lange, bis daß auch viele unter jenen erkennen werden, daß sie mit ihrem Hasse dem Satan dienen, in seinem Geiste und nach seinen Gelüsten die Hölle bauen auf Erden; dies wird dann nach und nach auch die anderen zu derselben Erkenntnis bringen.

Es wird wohl auch dann Unzufriedene, Murrende, für sich Besseres Beanspruchende immer sich zurückgesetzt und irgendwie benachteiligt fühlende Nörgler, Eigenbrötler und Neider, ja auch weiterhin boshafte und böse unter guten Menschen geben. Es gelangen nämlich mit und neben diesen auch weiterhin Seelen zur Menschwerdung, deren mut- oder gar böswillige Eigenschaften, die sie sich beim einstigen Auszuge aus Meinem Reiche erworben haben, da mitaufleben. Diese Eigenschaften kommen zu desto ärgerer Auswirkung, je mehr ein solcher Mensch, durch falsche Anschauungen, Lehren und Einrichtungen vergiftet, in völligem Unwissen sowohl über die wahre Ursache als auch über den wahren Zweck seines einmaligen Daseins da lebt und wirkt. Die Drohungen aller Priesterschaften mit Strafe, Rache, Plagen, Verdammnis und Flüchen Gottes oder der Götter, wie anderseits auch die Verheißungen einer außer- und überirdischen Belohnung allen denjenigen, die blindlings jedem ihrer Winke, Worte, Verlangen, Geboten und Weisungen folgen, haben nur den Zweck, alle und alles der Priesterschaft zu unterordnen und jedermann von ihr abhängig zu machen; dies gelingt ihr bei den armselig unwissenden und abergläubischen wie auch bei den an sich schon gutmütigen Menschen desto besser, je mehr sich diese einschüchtern, schrecken und ängstigen lassen. Und da diese Menschen den weitaus größeren Teil fast jedes Volkes ausmachen, ist die Priesterschaft der Herr solcher Völker auch dort, wo sich die Herrscher von ihr nicht beherrschen lassen.

Die anderen wissenderen, dabei aber auch vielfach verschmitzten, schadenfreudigen, allein auf ihr eigenes Wohl bedachten oder auch boshaften Menschen, die die Machtgewalt und Herrlichkeit der Priesterschaft sehen, heucheln Untertänigkeit und Demut desto mehr, je mehr sie sich Vorteile für sich versprechen. Sie fürchten die Drohungen der Priesterschaft mit Strafe, Rache, Plagen, Verdammnis und Flüchen Gottes oder der Götter nicht im geringsten; sie sehen und hören nämlich, daß die Priesterschaft damit zwar den Menschen droht, selbst aber alles tut, was die Verwirklichung dieser Drohungen an der Priesterschaft vor allen anderen rechtfertigen würde, die sich aber durchaus nicht fürchtet, weil sie sich außerhalb und über alledem stehend wähnt, betrachtet und gebärdet. Diese Menschen warten auch keine Belohnung in ihrem Weiterleben nach dem Ableben des Irdischen ab, sondern suchen sich auf Kosten aller andern schon da auf Erden selbst zu belohnen, weil ihnen auch darin die Priesterschaft höchst vorbildlich ist.



Ende Teil 1

       
               
               
     

       
               
               
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