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Atlantisbericht  -  Folge 3

Die Atlantiskatastrophe

       
     
       
     

Atlantisbericht - Folge3 - Die Atlantiskatastrophe
Papyrus Ipuver

       
     
       
     

Atlantisbericht  -  Folge 3

Die Atlantiskatastrophe


Mit der Litorinazeit begann das sogenannte Klimaoptimum, in welchem die Temperaturmittel im Jahresschnitt um 3 Grad wärmer war wie heute. Bei gleichzeitig ausreichender Feuchtigkeit wuchsen in Skandinavien Laub-
wälder, in Südschweden der Wein, und die Verhältnisse müssen so gewesen sein, wie sie im Atlantisbericht und in der Phäakie beschrieben wurden. Dann aber begann, Mitte des -13. Jh. Eine weltweite katastrophale Trockenperiode. Der Wasserspiegel der europäischen Seen sank um fünf bis sieben Meter. Gerade der großen Trockenheit wegen, bauten die Menschen jener Zeit ihre Häuser an die neuen, tiefer liegenden Ufer der Seen. Heute sind diese Plätze wieder unter Wasser und daraus schloß man irrtümlich, es habe sich um sog. Pfahlbauten gehandelt. Häuser wurden damals errichtet, indem man Pfähle senkrecht in den Boden schlug, diese dann mit Weidengeflecht verwand und mit Lehm verstrich. (Daher kommt unser Wort „Wand“ von „winden“). Diese Häuser bis in sieben Meter tiefes Wasser zu bauen, wäre technisch unmöglich gewesen, da die Pfähle im Schnitt nur Stärken von 10-12 cm aufweisen. Solche Gebäude wären wie Kartenhäuser zusammengefallen. Ein wichtigerer Beweis für die damalige außergewöhnliche Trockenheit sind jedoch die „Grenz und Brandhorizonte“. Sie sind durch das Absterben und Austrocknen der Moore, sowie aus den Spuren der Brände, welche aus Konsequenz der Trockenheit und der folgenden Weltkatastrophe entstanden, erkennbar.

Von der Austrocknung waren nicht nur alle Länder Europas betroffen, sondern auch, wie Ausgrabungen beweisen, Libyen, Kleinasien, Iran, und Indien. Die Trockenheit führte dazu, daß die Landwirtschaft die zahlreichen Bewohner Nordeuropas nicht mehr ernähren konnte, da die Felder verdorrten und die Weidetiere nicht mehr genügend Futter fanden. Die Folge davon war die zwingende, aber organisierte Abwanderung eines großen Teiles der Bevölkerung und der letztendliche Kriegszug der Nordseevölker gegen Ägypten. An Hand der ägyptischen Pharaonen läßt sich der Ablauf am besten verfolgen und auch datieren:

Unter Pharao Mermptha, (ca.-1232 bis -1222) war Ägypten noch in Ordnung. Der Nil hatte in seinen Quellgebieten große Gletscher, die damals abschmolzen und Ägypten zunächst noch mit „großen Nilen“ versorgten (Spanuth). Libyen war ebenfalls ein fruchtbares Wiesen- und Weideland mit großen Tierherden. Wo heute öde , wasserlose Gebiete sind, gab es viele Seen, Getreideanbau, Rinder- und Pferdezucht. Libyen wurde zuerst von der Austrocknung betroffen. Inschriften am Karnaktempel berichten: „Libyen ist ohne Furcht und Libyer kommen nach Ägypten, um ihres Leibes Nahrung zu suchen“. Did, der Sohn des Libyerfürsten Merije drang -1227 mit starker Heeresmacht in Ägypten ein und besetzte das westliche Nildelta. Er konnte unter großen Verlusten wieder zurückgeworfen werden.
Ein Drittel der Angreifer waren Nordvölker, die lt. Spanuth hier erstmals
erwähnt wurden. Der Hethiterkönig Supiuliuma II. bat Mermptha um Getreide und bezeichnete es als „eine Angelegenheit von Leben und Tod“ (Spanuth). Später begann auch der Nil auszutrocknen. Im Papyrus Ipuver und anderen wird berichtet: „ Der Nil flutet nicht mehr und man pflügt nicht mehr... die Speicher sind leer... das Land ist der Austrocknung verfallen...
es gibt keine Speisen“. „Der Fluß von Ägypten ist leer, man kann zu Fuß durchgehen“. In Ägypten herrschten große Wirren. Es war die „pharaonenlose Zeit“. Die Bevölkerung Nord- und Mitteleuropas begann, teils zu Schiff, teils mit Ochsenkarren über Land, nach Süden zu ziehen. Sie überrannten das mykenische Griechenland, das zerstörte Hethiterreich, um schließlich in einem organisierten Kriegszug mit ihren Verbündeten in das, wie sie glaubten, noch intakte Ägypten einzufallen. Während das alles aber noch im Gange war, geschah etwa -1220 die eigentliche Katastrophe, die eine kosmische Ursache hatte. Zahlreiche Überlieferungen vieler Völker und viele antike Schriftsteller berichteten aus jener Zeit von einem „feurigen Stern oder Kometen“, der einen Weltbrand und eine Weltflut auslöste. Darunter der römische Schriftsteller Plinius: „Ein furchtbarer Komet wurde von der Bevölkerung Äthiopiens und Ägyptens beobachtet, dem Typhon, der König jener Zeit, den Namen gegeben hat. Der Komet war eine feurige Erscheinung, gewunden wie eine Spirale und schrecklich anzuschauen. Er war nicht so sehr ein Stern, als vielmehr etwas, was man vielleicht eine feurige Kugel bezeichnen könnte“. König Typhon war Pharao Taoui Thom, bekannt durch den Schrein von El-Arisch, der nur kurze Zeit nach Mermptha regierte. Dieser ertrank bei der Verfolgung „der Rebellen“, dem Volk Israel, im Sebonissee, östlich vom heutigen Port Said. Die Israeliten hatten unter Moses die Anarchie in Ägypten für ihre Flucht genutzt. Sie zogen durchs Schilfmeer des Nildeltas, welches sich vor ihnen „teilte“; nicht aber durchs Rote Meer. Die sie verfolgenden Ägypter wurden von der Flutwelle, welche durch die kosmische Katastrophe verursacht wurde, vernichtet. Eine Inschrift aus Ugarit-Ras Schamar aus gleicher Zeit berichtet über die Vernichtung der Stadt: „Der Stern Anat ist vom Himmel gefallen, er mordet die Bevölkerung der syrischen Lande“ (Ballamy). Die Heilige Schrift der Indoiraner, der Avesta, berichte vom „feurigen Stern Tistrya“, der einen „furchtbaren Weltbrand und eine Weltflut“ auslöste.

Danach regierte Pharao Sethos II. (ca. -1215 bis -1210). In den Texten seiner Zeit wird berichtet: „Sekhmet, (wie er hier genannt wird) war ein kreisender Stern, der sein Feuer in Flammen ausstreute, eine Feuerflamme in ihren Sturm“. Eine englische Vermessungsexpedition fand in der libyschen Wüste, (unter 25 Grad nördl. Breite und 30Grad östl. Länge) auf einem Areal von 80 km Länge und 25 km Breite eine große Menge von „Glasmeteoriten“, wie sie durch den Aufprall eines Meteoriten durch Schmelzen des Wüstensandes entstehen (R.Henning).

Als Ramses III. (ca.-1184 bis -1153) den Thron bestieg, war Ägypten vollkommen zerstört. Nachdem er es wieder aufbauen und fertigen konnte, erfolgte der Hauptangriff der „Nord- und Seevölker“. An dem von ihm errichteten Amontempel wird auf Tausenden von Quadratmetern noch heute erhaltenen Reliefs und Hieroglypheninschriften von diesem Krieg berichtet. Die abgebildeten Nordmeerkrieger zeigen nordrassische Gesichtszüge, tragen einen kronenartigen Kopfschutz, der wahrscheinlich aus Rothaarbüscheln bestand, teilweise aber auch Hörnerhelme, welche offenbar einen höheren Rang bedeuteten. Ihre Segelschiffe weisen am gleichartigen Bug und Heck Schwanenköpfe auf. Ihre Bewaffnung besteht aus Griffzungenschwertern, Speeren und Rundschilden. Alles das entspricht genau der Ausrüstung der Germanen am Ende der Bronzezeit.
Und Germanen sind sie auch (Spanuth).

Krieger, Schiffe und Ausrüstung der Ägypter unterscheiden sich klar und kraß von jener der Nordmeerkrieger. Die Texte von Medinet Habu berichten über Nordmeervölker: „Ihre Wälder und Äcker sind vom Feuer verbrannt, das Feuer von Sekhmet hat die Länder der Neunbogen verbrannt, eine mächtige Flamme war vor ihnen her bereitet“ (vor ihrem Angriff auf die Mittelmeervölker), u.s.f..

Die Nordvölker konnten Ägypten nicht erobern, setzten sich aber in Palästina, Syrien, Zypern, Kleinasien und, etwas später in Griechenland und Norditalien fest. Als „Philister“ haben sie Palästina den Namen gegeben. Untersuchungen der Ruinenhügel alter Städte Palästinas, wie Megiddo, Jericho, Lachis und andere, zeigen mächtige Brandschichten, die aber beweisen, daß sich die Katastrophen kurz vor der Landnahme der Philister ereignet haben (Bellamy). Zahlreiche vorprophetische Überlieferungen und Sagen der Israeliten berichteten, daß vor dem Einbruch der Nordischen, (den hasponi, wie sie von diesen genannt wurden), Feuer von Himmel fiel und das ganze Land verbrannte. Die biblische Geschichte von Lot und dem Untergang der Städte Sodom und Gomorrha gehört hierher. In Kleinasien verbrannten ebenfalls alle Städte und Siedlungen. Geologisch besonders untersucht wurde Hattusa, die Hauptstadt des Hethiterreiches. „Die Stadt ist in einer großen Katastrophe zugrunde gegangen. Wo immer wir den Spaten ansetzten,... fanden wir untrügliche Zeichen einer verheerenden Feuersbrunst, die alles Bernnbare verzehrte“. Kalkstein wurde gebrannt und zersplittert, Ziegel bis zur Sinterung (Schmelzung) erhitzt. „manchmal gewann man den Eindruck, das in den Bauten zufällig Vorhandene hätte nicht zur Erzeugung solcher Flammen, solcher Hitze ausreichen können..“(Bellamy). Alle Siedlungen und Paläste Kretas und Griechenlands sind am Ende des -13 Jh. von gewaltigen Feuersbrünsten heimgesucht worden. Die Katastrophe beendete die Minoische und Mykenische Kultur. Nicht die Nordvölker haben die Zerstörung verursacht, wie oft fälschlich behauptet wird, sondern die Naturkatastrophe. Deshalb geschahen die Zerstörungen genauso auf den von ihnen durchwanderten Balkan, in Ungarn, Mitteldeutschland, Holland, Norddeutschland und Skandinavien.

Der Atlantisbericht weiß ebenfalls von gewaltigen Erdbeben und Meeresüberschwemmungen. Im Papyrus Ypuver heißt es: „Es ist doch so, das Land dreht sich um wie die Töpferscheibe es tut... Die Städte sind zerhackt... Groß und Klein sagt: Ich wünsche, ich wäre tot... Sehet doch, es ist geschehen, was in fernen Zeiten nicht geschehen ist. Die Residenz ist in einem Augenblick eingestürzt“. Alle Paläste und Tempel Ägyptens, die vor dieser Zeit errichtet wurden, weisen schwere Erdbebenschäden auf. Diese gingen einher mit weltweiten Vulkanausbrüchen. Eine außerordentliche Vulkantätigkeit wurde für Island nachgewiesen, ebenso auf Gran Canaria (Bellamy). Nachdem sie Jahrtausende geruht hatten, brachen Ätna und Vesuv aus. Die Rauch- und Feuersäule des Sinai wies den Israeliten den Weg. Der furchtbarste Ausbruch war aber jener der Theravulkans. (Er kann mit Hilfe der Texte von Medinet Habu um -1220 datiert werden (Bellamy). Der einst 1600 m hohe Hauptkegel wurde zu einem 400 m tiefen Kraterkessel. Eine unvorstellbare Menge – schätzungsweise 150 km³ festen Gesteins, wurden in die Luft geschleudert. Gesteinstrümmer flogen bis Ägypten (Bellamy). Im Vergleich dazu waren es, beim bekannten Krakatauausbruch von 1883 nur 15 bis 20 km³; in beiden Fällen ohne die nachströmende Lava gerechnet. Die Asche kreiste viele Jahre in der Stratosphäre. Die Sonneneinstrahlung war um 20% geschwächt, 1883 bis 1886 gab es außergewöhnlich kalte Winter. Man kann sich auf Grund der Berichte vorstellen, um wie vieles stärker das Geschehen um -1220 gewesen sein muß. Die „Plagen Ägyptens“ waren die Folge: Schreckliche Erdbeben, Feuer und Steinhagel vom Himmel, „Ägyptische Finsternis“ und „Blutregen“, nämlich das mit vulkanischer Feinst-Asche vermischter Regen. Der Papyrus Eremitage 1116 B berichtet: „Die Sonne ist verhüllt und leuchtet nicht,... denn sie steht am Himmel wie der Mond“. Beben, welche an den Reißlinien des Meeresbodens unter Wasser stattfinden, heißen Seebeben. Diese lösen sogenannte „seismische Wellen“, japanisch „Tsunamis“ aus. Oft mehrere Stunden vor der Annäherung seismischer Wellen, zieht sich das Meer ominös zurück (Bellamy). Die Tsunamis fahren mit einer Geschwindigkeit von 700 bis 800 Stundenkilometern und wirken oft wie eine gläserne Wand, welche mit ungeheurem Getöse heranstürmt. Eine nur 50 cm hohe Tsunamiwelle kann an den Küsten 200 m hoch gehen. Die Seebebenwelle vom Ausbruch des Krakatau war 36 m hoch. Sie tötete 50.000 Menschen und erreichte Schleswig-Holstein bei ruhigem, sonnigem Wetter noch mit einer Höhe von 3 Metern. Die Woge des Thera mußte um vieles größer gewesen sein. Auf der Insel Anaphe, 25 km von Thera-Santorin entfernt, wurde in 250 m Höhe eine 5 m starke Bimssteinschicht angeschwemmt. Das sind die höchsten bekannten Spuren einer Tsunamiwoge überhaupt (Bellamy). Die Flutberge erreichten Kreta mindestens noch mit einer Höhe von 60 Metern und vernichteten die 8 km landeinwärts und 40 m hoch liegende Hauptstadt Knossos (Bellamy). Man beginnt zu verstehen, wie 99 Prozent der griechischen Bevölkerung ausgemerzt werden konnten. Auch Pharao Taoui Thom muß eben durch diese Flutwelle umgekommen sein.
(Nach neueren Ansichten soll der größte Ausbruch des Thera -1600 erfolgt sein. Dieser war jedoch ein lokales, der Ausbruch von -1220 Teil eines weltweiten Ereignisses).

Besonders verheerend haben sich die gleichzeitigen Seebebenwogen an der Westküste Schleswig-Holsteins ausgewirkt. In der Sein- und Bronzezeit erstreckte sich westlich der Geest, (höherliegende, sandige Anschüttungslandschaft) die fruchtbare steinbronzezeitliche Marsch, (tiefliegendes Schwemmland). Die Geest aber hatte weite Vorsprünge nach Westen. Ungeheure Wogen rissen die Geestvorsprünge fort und begradigten die Küsten. Die tobende Nordsee riß eine Steilküste, die heute Klev oder Kliff heißt. Dort, wo die Geest tiefe Einbuchtungen hatte, wurden große Brandungswälle aufgeworfen. Diese ermöglichen die Datierung, denn unter ihnen liegt die alte Marsch mit ihren stein- und bronzezeitlichen Funden, darauf gibt es nur eisenzeitliche (Bellamy). Bei Grabungsarbeiten findet man im Schlamm eingebettete Wälder, deren Stämme alle in Westostrichtung liegen, aber auch Skelette von Opfern dieser Flut. Berechnungen haben ergeben, daß die Flutwellen über 18 m hoch gewesen sein müssen. Nach den Texten von Medinet Habu haben gefangene Nordmeerkrieger ausgesagt: „Unsere Inseln sind ausgerissen und fortgeschwemmt...“ „Die Macht des Nun (das Weltmeer) brach aus und verschlang in einer großen Woge unsere Städte und Dörfer“... „ Das Haupt unserer Städte ist im Meer untergegangen, das Land ist nicht mehr“. Das „Haupt ihrer Städte wird auch „Heiliges Land“ und „Heilige Insel“ genannt und ist Atlantis –Helgoland (Bellamy). In der Folge kam es zu außerordentlich starken Niederschlägen, welche im Süden als Regen, im Norden als Schnee fielen. Die Edda spricht vom „Fimbulwinter“, in dem es drei Jahre keinen Sommer gab. Jedenfalls aber fiel das Temperaturmittel seither weltweit um 3 bis 4°C. Das hatte vor allem für den Norden Europas katastrophale Auswirkungen. Die langanhaltende Gutwetterperiode wurde durch den Klimasturz beendet. Weite Gebiete des Nordens fielen für den Ackerbau aus. Der Anbau von Weizen und Wein wurde nördlich Stockholms für immer unmöglich (Bellamy). Die skandinavischen Laubwälder der Bronzezeit wurden durch Nadelwälder ersetzt.

Die Kosmische Ursache der Atlantiskatastrophe

Erinnern wir uns, was der ägyptische Priester zu Solon sagte: „Denn das, was bei euch von Phaéton erzählt wird, ist Wahrheit und beruht auf der Abweichung der am Himmel um die Erde kreisenden Gestirne“. Der Mythos des Phaéton (der Lodernde), welcher von vielen antiken Schriftstellern erzählt wird, lautet ungefähr so:
„Phaéton, Sohn des Sonnengottes Helios, bittet seinen Vater, als Beweis in Anerkenntnis seiner Vaterschaft, einen Tag lang den Sonnenwagen lenken zu dürfen. Helios muß, weil er den heiligen Göttereid geschworen hat, dem Sohn jede beliebige Bitte zu erfüllen, gegen alle Bedenken nachgeben. Phaéton kann die Sonnenpferde jedoch nicht halten, sie gehen durch und stürmen zur Erde. Wälder und Städte verbrennen, Flüsse und Quellen trocknen aus, fruchtbare Gebiete, darunter Libyen, werden zur Wüste. Berge entbrennen, Asche und Rauch verhüllen die Erde. Dreimal weicht das Meer zurück, um dreimal mit vernichtender Flut wiederzukommen. Schließlich schleudert Zeus Phaéton mit einem Blitzstrahl vom Wagen. Phaéton fällt in die Mündung des Eridanos. Seine Schwestern, die Heliaden, beweinen ihn dort. Aus ihren Tränen wird Bernstein“.

Der Absturz mußte also in einem Gebiet erfolgt sein, in dem es Bernstein gibt. Bernstein kam damals aus der Nordsee und wurde im Süden mit Gold aufgewogen. Helgoland dürfte damals noch mit Eiderstedt durch den Südstrandrücken verbunden gewesen sein. Der Eridanos ist die Eider, der einzige Bernstein führende Fluß. Dieser mündete damals, südlich der Felsen von Helgoland, in die Nordsee, was auf Seekarten noch deutlich erkennbar ist. Weltweit haben viele Völker Erinnerungen an einen „feurigen Stern“ oder „Kometen“ bewahrt, der einen „Weltbrand und eine Weltflut“, eine Weltkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes hervorrief. Diese kosmische Erscheinung hatte bei den verschiedenen Völkern verschiedene Namen, war aber immer die gleiche (Phaéton = Typhon = Sekhmet = Anat). Im altpersischen Bundahesch ist es der dreifache Stern Tristar. Die Wogulen Westsibiriens wissen von einer Feuerflut, einem dreimaligen siedenden Sturzregen und einer Schneewolke. Die Yamana auf Feuerland berichten von einer „bösen alten Sonne“, welche auf sie zu kam, von Gluthitze und kochender Meeresflut. Bei den Aurakaniern Chiles herrsch bis heute Angst vor einer Wiederholung der Katastrophe. In ihren Berichten waren die Wasserfluten von heftigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen begleitet. Die Arwaken Guyanas erzählen von zwei Weltkatastrophen: Eine durch Feuer, eine durch Wasser (Bellamy). Ähnliches ist überliefert von den Azteken, wo, nach einem Bericht, nur diejenigen überlebten, die sich in Höhlen flüchten konnten. Gleiche Katastrophenberichte gibt es von nordamerikanischen Indianerstämmen und von den ureinwohnenden Kurnai in Südaustralien, welche sich bei Auftreten des Südlichtes vor einer Wiederholung fürchten, und natürlich von den Indern. Die Aufzählung ist lange nicht vollständig. Auch die Kometenfurcht der Menschen, bis in unsere Zeit, scheint aus diesen Überlieferungen begründet. Ein Stern oder Komet erscheint auch in allen eschatologischen Systemen, (Vorstellungen vom Weltuntergang) der Völker. Die chinesische Überlieferung und andere sprechen von einem siebenköpfigen Drachen. Daß ein kosmisches Ding bei der Katastrophenfolge zu Ende des -13 Jh. Eine große, wahrscheinlich die entscheidende Rolle gespielt hatte, (gilt nicht für die vorangehende Austrocknung), darüber besteht kein Zweifel. Unklarheit herrscht nur darüber, welche Art diese Erscheinung war.

Es wurde angenommen, daß es sich vielleicht um eine allzudichte Annäherung des alle 76 Jahre wiederkehrenden Kometen Halley gehandelt habe, der als einer der Größten unseres Sonnensystems gilt. Gegen die Annahme, es hätte sich um einen Kometen gehandelt, spricht die verhältnismäßig kleine Masse, vor allem aber die äußerst geringe Dichte eines solchen Kometen sind „schmutzige Schneebälle“, die hauptsächlich aus Wassereis und Kohlendioxid, evtl. noch aus gefrorenem Ammoniak und Methan, gemischt mit Staub, bestehen. Wenn aber ein Komet überhaupt imstande ist, eine solche Wirkung zu erzielen, (was neuere Berechnungen wegen der hohen Geschwindigkeiten der Kometen, um 68 km/s wiederum annehmen), wäre das sicherlich gleichzeitig sein Ende gewesen. Da aber der Halley’sche Komet nach wie vor existiert, kann er auch nicht auf die Erde gefallen sein. Nahe Durchgänge von Kometen, oder Durchgänge der Erde durch Kometenschweife, wurden schon oft beobachtet und haben zwar imposante Lichterscheinungen, aber sonst keine Wirkung gezeigt. Naheliegender ist die Annahme eines Planetoideneinschlages. Planetoiden oder Asteroiden sind Kleinplaneten mit einem Durchmesser von 1000 km abwärts, oder Trümmer von solchen, bis hin zu kleinen Brocken. Sie bewegen sich hauptsächlich auf einer Bahn zwischen Mars und Jupiter. Bisher kennt man dort 2000 solcher Objekte. Zumindest ein Teil von ihnen kann vom Jupiter aus der Bahn gebracht werden. Diese Planetoiden des Hauptgürtels sind aber nicht die Einzigen. Es gibt noch andere, welch sich auf ziemlich chaotischen Bahnen bewegen. Die Zahl aller dieser Objekte mit einem Durchmesser von einem Kilometer wir auf 2.500 geschätzt. Von diesen bewegten sich mehr als die Hälfte auf Bahnen, welche einen Zusammenstoß möglich machen(Hahn). Die neuere Astronomie nimmt übrigens an, daß es einen fließenden Übergang zwischen Kometen und Asteroiden gibt. Ein Teil der Kleinplaneten sind erloschen Kometen. Wodurch sich vielleicht der Streit erübrigt, ob es sich bei Phaéton um einen Kometen oder Planetoiden gehandelt habe. Man glaubt heute, daß hauptsächlich große Impakte und nicht langsame Entwicklung die großen Veränderungen im Laufe der Erdgeschichte bewirkt haben. Es wird geschätzt, daß innerhalb einer Million Jahre, mit vier dieser Art Impakte mit einem Durchmesser von einem Kilometer zu rechnen sei. Man rechnet alle 10.000 Jahre mit einem größeren Einschlag. In der Tat kennen wir bis hierher 250 wahrscheinliche Einschläge größeren Ausmaßes auf der Erde. Der bekannte Barringer-Krater in Arizona hat einen Durchmesser von 1.300m und einer Tiefe von 175m. Der Meteorit, der vor 30.000 Jahren dort einschlug, wird aber auf einen Durchmesser von nur 50 -100 Metern geschätzt und konnte keine weltweite Katastrophe hervorrufen. Doch es gibt wesentlich größere: Der Ngorongoro-Krater in Afrika hat einen Durchmesser von 20 km und 600 m hohe Wände.




Ngorongoro-Krater

Das Nördlinger Ries in Schwaben mit einen Durchmesser von etwa 25 km, beruht nach überwiegender Meinung auf dem Einschlag eines Planetoiden von etwa 1 km Durchmesser. Dies geschah vor 14,6 Millionen Jahren. Ein anderer Impakt schuf vor einer Mill. Jahren den kreisrunden Bosumtwisee in Ghana mit 20 km Durchmesser. Nach Berechnungen reist 1 km dicker Planetoid mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 30 km/s und schlägt ein mindestens 4 km tiefes Loch. Hinter ihm entsteht ein Vakuum, welches das glühende, verflüssigte Material der Einschlagstelle in sich hineinreißt. In einer Minute wird eine Wolke von Staub und Gestein über 20 km hoch in die Atmosphäre geschleudert. Im Umkreis von 1.500 km und mehr, wird jede höhere Lebensform vernichtet, das Klima auf Jahre hinaus verändert. Noch schlimmer ist ein Einschlag im Meer. Er ruft eine Flutwelle von 50 – 100 m Höhe und sintflutartige Regenfälle hervor (Bellamy). Neuere Berechnungen besagen, daß ein Planetiod, der eine weltweite Katastrophe, wie jene von Atlantis zustande bringt, wesentlich größer sein und einen Durchmesser von mindestens 3 km haben müsse. Lethner wiederum spricht von tecktonischen Plattenverschiebungen in der östlichen Türkei (Vansee), welche um -3500 Überschwemmungen im Zweistromland hervorgerufen hätten, worauf der babylonisch-biblische Sintflutbericht zurückgehe. Woher aber stammen dann die weltweiten mythologisch und eschatologisch überlieferten Erscheinungen?

Tatsache bleibt, daß alle bekannten Vulkane in der zweiten Hälfte des -13 Jh. In Tätigkeit waren. Wegen der Ungenauigkeit der Datierungen ist die Gleichzeitigkeit der Ausbrüche im Verein mit den Erdbeben zwar nicht bewiesen, aber doch wohl wahrscheinlich. Eine so gewaltige Erschütterung der ganzen Erde kann aber doch nur durch den Einschlag eines Himmelskörpers hervorgerufen worden sein. Diese Annahme führt aber sofort zu einem Widerspruch: Wie konnte ein Planetiod in der Libyschen Wüste, auf einer Fläche von 2000 km², den Sand zum Schmelzen bringen, gleichzeitig in Ninive, Hattusa und Knossos die Ziegel, die äthiopischen und syrischen Lande und Wälder Europas verbrennen, und dann in die Eidermündung stürzen? Die Edda berichtet:

Im Getöse klafft der Himmel auseinander und von da oben kommen die Muspellsöhne geritten. Surt reitet voran, vor sich und hinter sich Feuer.
Sein Schwert ist ein Wunderwerk; Es strahlt heller als die Sonne.

Das ist das imposante Bild eines Asteriodenschwarmes, eines geborstenen Planetoiden oder eines sich auflösenden Riesenkometen. Mit dem Hauptbrocken Surt-Phaéton in der Mitte, umgeben von den kleineren, streuenden „Muspellsöhnen“, welche die Länder verbrannten. „Surt“, das größte Drum, dessen „Schwert (Schweif) heller leuchtet als die Sonne“, flog am weitesten und stürzte in die Eidermündung. Solche Zerlegungen können entstehen, wenn das Objekt in das Schwerefeld des Planeten Jupiter gerät, oder einen zu nahen Sonnendurchgang hatte. Die chinesische Überlieferung spricht von sieben ,,Köpfen" des ,,Drachen".
Wenn aber ein solches Objekt in die Eidermündung fiel, rnüßten Spuren davon noch vorhanden sein. Das sogenannte ,,Wunderbuch", eine antike Aufzählung außergewöhnlicher Naturerscheinungen, berichtet: Die elektrischen Eilande, (die Bernsteininseln) sollen durch den Fluß Eridanos angespült worden sein. In der Nähe des Stromes ist auch ein See mit warmem Wasser, das einen üblen Dunst ausströmt. Kein Tier trinkt aus ihm, kein Vogel fliegt über diesen See, oder er fällt hinein und stirbt. Dieser See hat einen Umfang von 200 Stadien, das entspricht etwa einem Durchmesser von l2 km. In diesen See, so sagen die Eingeborenen, sei Phaéton gestürzt.
In der ehemaligen Eidermündung, südlich der Felsen von Helgoland, befindet sich tatsächlich eine kreisrunde, heute noch 40 bis 56 m tiefe Mulde mit einem Durchmesser von 11,9 km, die tektonisch nicht erklärbar ist, (sog. ,,Hamburger Loch"). Hierbei muß es sich also um die Einschlagstelle handeln (Bellamy). Der Einwand, daß man dann auch entsprechende Spuren am Felsmassiv von Helgoland finden müßte, ist nicht stichhaltig, da das Gestein von der Brandung inzwischen 300 m weit abgetragen wurde. 300 m vor dem heutigen Felsmassiv befindet sich ein 10 m hoher Steilabbruch, der durch ein plötzliches Absinken des ganzen ehemaligen Felsmassivs entstanden war. Da im -13. Jh. auch die Besiedlung des Restfelsens aufhörte, muß das Absinken mit dem Einschlag zusammenhängen und mit schweren Erdbeben verbunden gewesen sein. Das Absinken selbst wird durch einen unter dem Buntsandsteinmassiv liegenden großen Salzstock erklärt, welcher in 3000 rn Tiefe noch nicht durchteuft werden konnte. Unter hohem Erddruck wird ein Salzstock plastisch wie Knetwachs. Dadurch entstehen Aufwölbungen und Absenkungen, ,,wodurch eine Senkung des Nordseebodens um Helgoland möglich gewesen ist" (Bellamy). Aus demselben Grund kommt es vor, daß Inseln wieder auftauchen, wie es teilweise mit Helgoland geschah, (und wovon die Edda, Völ.57, berichtet). Die Gelehrten sind sich allerdings nicht einig, ob es sich in diesem Falle um ein Aufsteigen der Insel, oder um ein Absenken des Meeresspiegels, (die Differenz beträgt 3m) gehandelt hatte. Absenkungen oder Überschwemmungen hatte es allerdings schon vorher gegeben. Vor etwa viereinhalbtausend Jahren bestand die heutige Nordsee vom westlichen, heutigen Whitby (England) über die Dogger- und Jütlandbank bis ins Skagerrak noch aus Land, nur von Haffs unterbrochen. 

Auf der, heute 13 m unter dem Meer liegenden Doggerbank werden zahlreiche Funde aus der Mittelstein- bis Frühbronzezeit gemacht. Die Ursache des Unterganges dieses Gebietes könnte eine Flutwelle gewesen sein. Damals wurde auch das zuvor binnenländische Helgoland zur Halbinsel, etwa der heutigen 15 m Tieflinie entsprechend. Elbe und Eider, die damals noch ein großer Fluß war, floßen wesentlich um Helgoland herum in die Nordsee. Das Gebiet des alten Helgolands bestand aus zwei Tafelbergen, einem westlichen aus Buntsandstein, (die heutige Insel), dem eine Kreidestufe vorgelagert war und einem Östlichen aus Muschelkalk. Zwischen diesen Bergen, die etwa eine Höhe von 100 m hatten, lag ein tiefes Tal mit einem langsam verlandenden See. Noch heute finden sich daraus noch Torf und Ablagerungsreste im sogenannten Süßwasserstock. Seit der Eiszeit erfolgte der Wasseranstieg, der die Nordsee nach Süden vorrücken ließ, in mehreren Schüben. Etwa 20 m unter dem heutigen Meeresspiegel liegt die tiefste Terrasse. Die 12 m – Tiefenlinie wurde vor etwa 3500 Jahren erreicht und schließlich die heutige Tiefe. Die Senkung dieses Gebietes ist aber, wie Holland zeigt, (abgesehen von der weltweiten Erwärmung), noch immer nicht abgeschlossen. Die untere Kreideterrasse liegt 16 bis 20 m unter dem heutigen Niedrigwasser, die mittlere etwa um 10m, die obere etwa 1 m darunter (Major Brohm „Helgoland“). „In einer 1966 erstellten archäologischen Karte von Helgoland sind neben mehreren steinzeitlichen Beilen auch 11 Grabhügel mit Steinkisten der älteren Bronzezeit (Periode I-II) verzeichnet, wie sie auch in Nordjütland üblich sind. Ein Grabhügel (Nr.3), der 1845 geöffnet wurde, enthielt zwei goldene Spiraldrahtscheiben, die auch in Mykene bekannt sind“. ( Beweis des stein- und bronzezeitlichen Zusammenhanges des Nordischen Kulturkreises mit Mykene). Auf der Düne wurde auch der unverwechselbare Helgoländer Feuerstein gefunden, wichtigstes Rohmaterial in der Steinzeit, der auch Handelsware war und von dem es Werkzeugfunde in Deutschland und in den Niederlanden gibt (J.R.Beuker). An der Küste von Essex werden seit vielen Jahren durch Meeresabrasion Kulturschichten freigelegt (Haarnagel). Diese Kulturschichten liegen über einem stark verwitterten Klei, (fette tonreiche Bodenart, Marschboden), der nach unten in einen grauen Klei mit Meeresmuscheln übergeht. Befunde lassen erkennen, daß es sich um die Kulturschicht eines über langen Zeitraum bewohnten Siedlungsgebietes handelt, das sich kilometerweit die Küste entlang erstreckte und sich früher auch über die heutige Tidenniedrigwasserlinie (Ebbe) hinausschob. Die Siedlungsplätze der verschiedenen Zeitperioden lagen häufig voneinander getrennt; aber fast ebenso oft war ein Gebiet von der Mittelsteinzeit bis in die frühe Bronzezeit, (letztere wird von -2000 bis -1700 gerechnet), besiedelt. Dann brach die Besiedelung dieser Gebiet ab, weil sie vom Meer überschwemmt wurden. (Barry Fell / Heinz B. Maass, Deutschlands Urahnen“).

Haarnagel beweist für die Doggerbank, daß ihr entgültiger Untergang und die Ausweitung des Kanals erst vor 4000 Jahren erfolgte, gleichzeitig mit der Loslösung Helgolands vom Festland. Wahrscheinlich ist sie aber noch später untergegangen, weil die Sturmflut sicher einige Höhe abgeräumt hatte. „Ernst Titel“ berichtet über den braunkohleartigen Helgoländer Tök (Torf), er stammt aus dem ehemaligen Süßwassersee, der später verlandete und der heute der Nordhafen ist. Er zeigt, daß hier einst ein Waldmoor mit hohen Bäumen samt Unterholz war. Man findet Blattabrücke von Hainbuchen, Ahorn und Eichen, Eicheln, Erlenkätzchen, Bruchstücke von Walnußschalen (!), Farnkraut und freie Arten von Moosen. Sogar ein Stechpalmenblatt, (wie die Walnuß wärmeliebend). Das zeigt das Klima der Jungstein- und Bronzezeit bis zum Brandhorizont der großen Katastrophe. 

Im Tök findet man zahlreiche Süßwassermoluskel' die beweisen, daß das den Buntsandsteinfelsen umgebende Land so groß war, daß auf ihm eine Süßwasserfauna sowie auch eine Landflora existieren konnte. Am Nordhorn, zwischen mittlerem und oberem Buntsandstein lag die „Kupferklippe“, die metallisches Kupfer enthielt und so das erste Kupfer des Nordens lieferte (W. Lorenzen). Während der Eiszeit und lange danach muß Helgoland und die angrenzenden Teile des Nordseebodens Festland gewesen sein. Der Südstrandrücken war die später übrig gebliebene Festlandverbindung nach Eiderstedt (E. Wasmund). Hier wurde der Bernstein der Nordsee gefunden. (H. Maass).
Daß ein gewaltiger Impakt vielleicht auch das Ende der letzten Eiszeit ausgelöst hatte, ist durchaus möglich. Ein Teilimpakt davon könnte der gründlichst untersuchte Einschlag bei Köfels in Tirol sein, der einen Bergsturz hervorrief und ein 3x5 km großes Gebiet verwüstete. Er läßt sich mittels der korrigierten Kohlenstoff-Isotopenmethode ebenfalls auf die Zeit um -9400 datieren. Weitere Bergstürze in diesem Gebiet sind jedoch um -1220 erfolgt, (nach dem Tiroler Geologen Patzelt zwischen 2820 und 3400 Jahren vor heute). Auch dürften kleinere Impakte häufiger geschehen sein, als bisher angenommen wird. In den letzten Jahrzehnten war oft von einer gefährlichen Annäherung verschiedener Planetoiden an die Erde die Rede. Die Kraterlandschaften des Mars, des Merkur und die der atmosphärelosen Monde legen Zeugnis ab für die Häufigkeit der Einschläge, die praktisch nichts freilassen. Dabei muß man bedenken, daß die größere Erde noch mehr Treffer, welche eigentlich Zusammenstöße sind, erhalten haben muß als ihr Mond. Nur haben Atmosphäre und Vegetation die Spuren auf der Erde weitgehendst verwischt. Hier aber gilt es zu beweisen, daß sich der Untergang von Atlantis-Helgoland, ebenso wie das eschatologische Schema der Edda, auf einen solchen Impakt beziehen müssen.
Unklar war bisher auch, was die Ursache für die gewaltigen Brände zur Zeit der Atlantiskatastrophe war. Es ist der gewaltige Hitzeschock, der gemeinsam mit dem ausgeworfenen glühenden Material und dem verdampfenden Impaktor, von der Einschlagstelle ausgehend, einen so gewaltigen Hitzesturm erzeugt, daß er, je nach Größe des Impaktes, in einem Umkreis von 1000 km und mehr die Bäume nach außen knickt und entflammt. „Besonders wirkungsvoll entfacht ein Impakt einen Weltbrand, wenn der Einschlag sehr schräg erfolgt, unter einem Einfallswinkel von 5 - 15 Grad zur Horizontalen. Bei solchen Einschlägen prallt das Geschoß ab, ohne zu verdampfen, und zerbricht in mehrere Trümmer, die nacheinander in der
Schußrichtung einschlagen und dabei einen breiten Feuergürtel über die Erde ziehen. Hinzu kommt, daß in die Flugbahn der weiterhin mit sehr hoher Geschwindigkeit einherrasenden Fragmente die sauerstoffreiche Luft der Erdatmosphäre wie in Einströmkanäle nachgesaugt wird, wodurch der Weltbrand noch stärker angefacht wird" (Spannuth). Dies paßt ganz offensichtlich zu den Geschehnissen um -1220, am Weg des Impaktors aus dem Südosten über Vorderasien und das östliche Mittelmeer in Richtung Helgoland.

Ende Teil 3

 

       
               
               
     

       
               
               
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