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Dritter Oktober  -  Oktoberfest

       
     
       
      Ein neuer 3. Oktober

Der 3. Oktober hat sich als ein Feiertag in der Bundesrepublik Deutschland eingebürgert. Ein freier Tag mehr, an dem man nicht arbeitet, sondern nach Vergnügung sucht, seien diese gegebenenfalls auch noch so banal und fern jeder Feierlichkeit. Doch das ist an anderen Festtagen ebenso. Die meisten Feiertage könnten darum getrost abgeschafft werden. Wie hat der alte Herbert Wehner doch einmal gesagt: „Ihr sollt nicht Feste feiern, sondern feste arbeiten!" Nun ja, das ist schon lange her, der Mann hatte eben noch eine altmodische Auffassung von Arbeitsmoral – vielleicht, falls er bei dem Ansporn zur Arbeit nicht bloß an die anderen dachte, denn das wäre ja auch möglich. Aber wollen wir einmal das Gute annehmen.

Dieser 3. Oktober – Nationalfeiertag – begegnet uns Bundesbürgern seit seiner Einführung naturgemäß immer wieder, und immer wieder kommen dann die gewohnten Reden jener Politiker, die sich darum zu kümmern haben, wie auch die Fernsehsender immer wieder irgendetwas mehr oder minder Passendes (womöglich auch Unpassendes) auf das Publikum loslassen. Ein paar gibt es da sicher sogar, die es ehrlich meinen, das ist zu hoffen und auch anzunehmen.

Sicher ist ohne Zweifel: Dieser Tag, das damit verbundene historische Ereignis, ist des Feierns wert, so sehr, wie es sich überhaupt bloß ausdrücken läßt. Ein von den meisten Offiziellen und Offiziösen längst abgeschriebenes Ereignis trat ein – trotz aller gegenteiligen Bemühungen besonders linker Politiker sowie der Mehrheit der Journaille und diverser sie antreibenden Leute. Wider Erwarten kam dieses Ereignis dann doch. Und das war bekanntlich die Stunde der Wendehälse.

Sollte jemand meinen, wir spielen damit jetzt auf die Ex-SEDler und deren Mitläufer an – nein, heute meinen wir die zahllosen West-Wendehälse! All die linken und linkslastigen Politiker, die sich in dem Teilungszustand gut eingerichtet hatten, und die große Anzahl von Fernseh- und Presseleuten, die links und de facto wiedervereinigungsfeindlich war. Darüber hinaus, nicht zu vergessen all jene „Kulturschaffenden" des „Kulturbetriebs" (beides hat mit Kultur nicht das geringste zu schaffen), die auch alle „links" sein mußten.

Diese alle waren die moralischen Cretins, die im Vordergrund standen, die das Vaterland Tag für Tag wieder verkauften und sich die Taschen vollstopften. Nun aber – auf einmal – wollte keiner von denen mehr etwas von dem wissen, was noch gestern gewesen war! Die Hälse nebst den Köpfen darauf wendeten sich von links nach rechts, und schon immer hatten sie es ja auch so gesagt…

Was hatten diese Charakterkrüppel denn tatsächlich gesagt, geschrieben und getan? Andauernd waren sie Breschnjew, Honecker und Co…. Wie sagen wir es jetzt, ohne ordinär zu werden, vielleicht: Bei eben diesen rektal eingetreten? Ach nein, sein wir ausnahmsweise einmal vulgär und sprechen es volkstümlich aus: Sie sind dem Kommunistenpack in den Arsch gekrochen! Besonders massiv und am ekelerregendsten fand dies im Fernsehen statt. Wiedervereinigung Deutschlands? Davon durfte doch schon gar niemand mehr reden! So haben diese Dinge sich verhalten. Aber dann, wie gesagt, kam die Stunde der Wendehälse – der Westwendehälse.

Doch Gift gespritzt wurde weiterhin, von nun an verdeckt. Eine angebliche „innere Mauer" zwischen den Deutschen wurde herbeigeredet, etwas, das es gar nicht gab, bis es eben endlich energisch herbeigeredet worden war. Kein Deutscher wäre von selber auf den Gedanken gekommen, die Teilung nicht als vollständig überwunden zu empfinden und sich darüber zu freuen – weder hüben noch vormals drüben. Doch steter Tropfen höhlt den Stein, und so ist es den Giftmischern denn tatsächlich gelungen, wenigstens zu einem Teil Widersprüche zu säen, die es von Natur aus nicht gibt.

So braucht es auch nicht zu verwundern, wenn Leute wie Herr Gysi und Co. gerne zu Fernsehsendungen („talk shows") eingeladen werden. Zwar zetert die Journaille hin und wieder einmal über die Stasi, doch das bloß so am Rande, es hindert sie nicht daran, eben Leute wie Gysi, die Teil des SED-Systems waren, auf das freundlichste zu behandeln, desgleichen andere Typen aus dem Ex-SED-System. Kein ernsthafter Mensch kann behaupten es sei möglich gewesen, an „das Gute in der DDR" zu glauben, nichtmal ein voll geistig Umnachteter konnte dieses marxistische Verbrechersystem für gut halten. Trotzdem wird die Behauptung von einem großen Teil an Politikern und Publizisten glatt akzeptiert. Solche Leute stehen schließlich nicht im Verdacht, nationale Interessen Deutschlands wahrnehmen zu wollen, und allein das schon macht jemanden im Fernsehen salonfähig. Daran hat sich praktisch nichts geändert, auch wenn Fremdinteressen inzwischen als „nationale Interessen" bezeichnet zu werden pflegen. Als „neuer Patriotismus" wird den Deutschen eingeredet, sich für fremde Interessen verheizen zu lassen. Das ist die Absurdität, mit der wir leben – auch an diesem 3. Oktober, womöglich auch noch am nächsten.

Wehe aber einem, er denkt und spricht wirklich national! Au wai! Dann setzt es publizistische Prügel! Anfänglich nur das, im fortgeschrittenen Stadium wird dann gemöllemannt, sofern die betreffende Person sich nicht rechtzeitig ins unauffällige Schweigen zurückzieht, sich sozusagen friedrichmerzt.

Den Wendehälsen und Co. jedweder Couleur könnte das Wohlbefinden durchaus einmal drastisch vergehen, nach einer neuen, abermals anderen Zeitenwende. Dann könnten diese Leute beispielsweise etwas für den „Aufbau Ost" tun, und zwar produktiv mit ihren eigenen Händen. Und sollte im eigenen Land schon alles getan sein, so wird sich weiter östlich bestimmt Tätigkeit für solche Leute finden, in Sibirien etwa. Dann könnten sie gleich eine ungefähre Vorstellung davon bekommen, wie sich die 1945 ja angeblich befreiten Deutschen gefühlt haben, die für zehn Jahre zur Zwangsarbeit abtransportiert wurden, Männer, Frauen und sogar Kinder. Dies sei heute weniger den Russen vorgeworfen, als den westlichen „Befreiern", die das erst möglich machten und auch befürwortet haben. Ja, so ist eben „Befreiung", man kennt es auch heutzutage in vielgesichtiger Form. Also auf, Wendehälse aller Färbungen! Schließlich läßt sich eine Angelegenheit noch immer dann am besten beurteilen, wenn man sie selber am eigenen Leibe erfahren hat. Wer behauptet, Deutschland sei 1945 befreit worden: ran an die Arbeit, zehn Jahre Sibirien! Und um auch noch nachempfinden zu können, wie es jenen Menschen erging, die ihre Angehörigen durch demokratische Brand- und Sprengbomben verloren haben, könnten jene Leute von der bewussten Sorte, die in Sibirien keine Arbeit mehr finden, in den Orient ziehen, um dort immer wieder anfallende Bombenopfer zu bestatten.

Freilich, die Opfer demokratistischer Verbrechen tragen nach gängiger Auslegung immer selber an ihrem Unglück die Schuld, das ist klar! Seien sie nun Araber, Deutsche, Afghanen oder welcher Völkerschaft auch sonst immer zugehörig: Hätten sie sich doch unterworfen, dann wäre ihnen das nicht passiert, oder wenigstens nicht ganz so arg. Den Wendehälsen aller Sorten, die sowieso kein Rückgrat besitzen, ist bloß ganz unbegreiflich, daß Menschen aufrecht stehen wollen, wo Kriechen doch so viel einfacher ist.

All diesen Kriechern zum Trotz: Das Gros des deutschen Volkes bevorzugt es, aufrecht zu stehen – in den neuen wie in den alten Bundesländern; genauso, wie es die Österreicher, die Schweizer und unsere anderen Nachbarn halten. Darum können wir doch recht gut voraus in die Zukunft schauen, denn da wir aufrecht stehen, sehen wir weiter und erkennen mehr als die auf dem Bauch kriechenden Wendehälse aller Sorten.

Wer aufrecht steht, sieht das Nahen der neuen Zeit. Die bauch- und a…kriechenden Wendehälse indes können das kommende Neue aus ihrer Niederflurperspektive nicht sehen. Freilich, sie würden ihre Hälse auch ein nächstesmal umdrehen, in die dann vorteilhafte Richtung – sofern das nicht andere für sie besorgen, denn der Krug geht bekanntlich so lange zu Brunnen bis er bricht, und der Wendehals vermag sich auch nicht öfter zu wenden bis dieser Punkt erreicht ist.

Trotz all dem: Wünschen wir niemandem ein Übel, sondern allen Gutes. Wir haben Ursache uns zu freuen über das, wofür der 3. Oktober steht; und jeder Mensch, der guten Willens ist, soll sich ebenfalls freuen dürfen. Was vergangen ist, soll vergangen, vergeben und vergessen sein – jedem Menschen gegenüber, der sich ehrlich von dem Übel abwendet und nun das Richtige sieht. Wir würden niemanden verurteilen wollen, auch wenn er Schuld auf sich geladen hat, denn vergeben und vergessen können ist der Schlüssel zu jedem offenen Neuanfang.

       
               
               
     

       
               
               
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